‘Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm’: Frederike Haas verkörpert die Titelrolle in dem Singspiel ‘Stella’. Foto: Matthias Heyde ‘Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm’: Frederike Haas verkörpert die Titelrolle in dem Singspiel ‘Stella’. Foto: Matthias Heyde

‚Stella‘ in der Neuköllner Oper

Das blonde Gespenst vom Kurfürstendamm

Am 4. Oktober kehrt Peter Lunds und Wolfgang Böhmers Singspiel Stella mit Frederike Haas in der Titelrolle in die Neuköllner Oper zurück.

Es erzählt die Geschichte der Stella Goldschlag – des sogenannten ‘blonden Gespensts vom Kurfürstendamm’. Stella ist 20 Jahre alt, als Hitler anordnet, Berlin ‘judenrein’ zu machen. Stella ist blond, schön und will in Amerika als Sängerin oder als Filmstar berühmt werden. Doch die Goldschlags bekommen kein Visum – stattdessen muss Stella einen gelben Stern tragen, den sie genauso hasst, wie Jüdin zu sein. Schließlich geht sie in den Untergrund, wie viele andere verzweifelte Berliner Juden auch.

Stellas Wunsch nach Berühmtheit erfüllt sich auf schreckliche Weise – als die tüchtige Greiferin der Gestapo. Mehr als dreihundert untergetauchte Menschen soll sie im Dienste der Gestapo aufgespürt und in den sicheren Tod geschickt haben. Ganz Berlin kennt sie, das berüchtigte „Blonde Gespenst vom Kurfürstendamm“ – mehr als 300 untergetauchte Menschen soll sie im Dienste der Gestapo aufgespürt und damit in den sicheren Tod geschickt haben, so lautete die Anklage, als sie mit 35 Jahren vor einem bundesdeutschen Gericht steht…



Stella Goldschlags Biographie ist eine sehr deutsche Karriere. Und so ist Stella auch ein sehr deutsches Stück Musiktheater geworden, das sich lustvoll böse aus unserer musikalischen Vergangenheit bedient. Von der Spätromantik bis zum Chanson, von Arnold Schönberg bis zum Dreißiger-Jahre-Schlager spannt sich der Soundtrack dieses UFA-Films, der nie gedreht wurde.

In der Titelrolle: Frederike Haas. Das Wagnis des Autorenduos Lund/Böhmer, ein Musical über eine jüdische Kollaborateurin zu schreiben, wurde mit dem Deutschen Musical Theater Preis 2016 in sechs Kategorien ausgezeichnet und von der Presse als »virtuos, pointiert, gekonnt und heutig« gelobt.


Veranstaltungsdaten:

04.10.2018 – 04.11.2018
20:00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier.

Karl-Marx-Str. 131-133
12043 Berlin

Telefon

  • 030 68 89 07 77

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