Ab 7.2. ist Barrie Koskys Erfolgsinszenierung von Verdis „Rigoletto“ in der Komischen Oper zu erleben. Foto: © Iko Freese/drama-berlin.de Ab 7.2. ist Barrie Koskys Erfolgsinszenierung von Verdis „Rigoletto“ in der Komischen Oper zu erleben. Foto: © Iko Freese/drama-berlin.de

Giuseppe Verdis „Rigoletto“

Wiederaufnahme ab 7.2. in der Komischen Oper

Seit 2012 prägt Barrie Kosky mit großem Erfolg als Intendant und Chefregisseur das Opernhaus in der Behrenstraße. Der gebürtige Australier ist ein „Grenzgänger mit Lust an frecher Unterhaltung“, der seine Zuschauer mit schillernden Operetten wie auch tiefgründigen Opernaufführungen mitreißt. Die Trennung zwischen ernsten und heiteren Stoffen hebt er an seinem Haus auf. Ab 7. Februar ist seine bereits vor seiner Intendanz entstandene Inszenierung von Giuseppe Verdis Oper „Rigoletto“ wieder zu sehen.

Barrie Koskys Erfolgsinszenierung

„Verdis „Rigoletto“, als Albtraum geplant, wächst sich, durchschossen von Clownerien aller Art, zu einem Abenteuer des Musiktheaters aus“, schrieb Klaus Geitel nach der Premiere 2009 in der Berliner Morgenpost. Kosky „säte finstere Visionen, Wagemut, Spannung – die drei guten Dinge, die man in der Oper so oft vermisst.“ Wie Schachtelteufel hüpfen die Protagonisten in Barrie Koskys furioser Inszenierung immer wieder aus Kisten, Schränken oder aus dem Bühnenboden. Die Clownsmaske erhält hier etwas Bedrohliches, wird zum Fluch, der den Narren unentrinnbar verfolgt. „A comic opera that goes horribly wrong“, beschreibt Kosky Verdis 16. Oper, die 1851 am Teatro La Fenice in Venedig uraufgeführt und zunächst von der Zensur beanstandet wurde. Das Werk beruht auf dem Melodram „Le roi s’amuse“ von Victor Hugo. Verdi und der Librettist Francesco Maria Piave mussten u.a. den ursprünglichen Titel „La maledizione“ („Der Fluch“) ändern und den Schauplatz von Paris nach Mantua verlegen.

Ein tragischer Opernheld in Clownsmaske

„Rigoletto“ gilt als Verdis größtes Meisterwerk, es begründete seinen Weltruhm. Bereits die Uraufführung war ein überwältigender Erfolg. Giuseppe Verdi selbst hielt es für eines seiner gelungensten Werke. Seit 169 Jahren gehört es zum Repertoire aller renommierten Häuser. Barrie Kosky entspinnt in seiner Inszenierung einen phantastischen Albtraum rund um den Titelhelden Rigoletto und seine Tochter Gilda, die er vor der dekadenten Gesellschaft am Hof des Herzogs von Mantova, seines Dienstherrn, eines zügellosen Frauenverführers, versucht zu verbergen. Als böser Clown dargestellt, wird Rigoletto von der Gesellschaft gleichsam gehasst wie gefürchtet, gibt dieser doch mit seinem Sarkasmus und bösen Zynismus jeden der Lächerlichkeit preis. Die Höflinge sinnen auf Rache: Sie gedenken, die isoliert bei einer Amme aufwachsende Gilda zu entführen – in der Annahme, sie sei die heimliche Geliebte des verhassten Hofnarren. Diese wiederum hat bei einem ihrer seltenen Ausflüge außerhalb des Gefängnisses einen Studenten kennengelernt und ihr Herz an ihn verloren. Doch er entpuppt sich als der Herzog, der sich ihr inkognito sowie mit der Intention nähert, sie zunächst zu erobern und daraufhin wieder fallenzulassen. So landet das Entführungsopfer bei seinem Verführer.  Rigoletto schwört auf Rache, und die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Die Titelrolle verkörpert der Bariton Nikoloz Lagvilava aus Georgien, und als Rigolettos Tochter Gilda brilliert die südkoreanische Sopranistin Hera Hyesang Park.


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Veranstaltungsdaten:
7. Februar bis 21. März 2020

Behrenstraße 55
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 47 99 74 00

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