Paul Klee: Tor zum verlassenen Garten, um 1935 © Privatsammlung Bern Paul Klee: Tor zum verlassenen Garten, um 1935 © Privatsammlung Bern

Max Liebermann und Paul Klee – Bilder von Gärten

Liebermann-Villa am Wannsee

Zwischen der Kunst von Paul Klee (1879-1940) und Max Liebermann (1847-1935) liegen Welten: hier Abstraktion, dort impressionistische Form.

Umso überraschender ist es, dass für beide Künstler der Garten als Rückzugsort und als Sujet von entscheidender Bedeutung war. Die vom Menschen gärtnerisch gestaltete Natur mit ihrer Vielfalt an Motiven und ihrem großen kulturellen Resonanzraum hat beide Künstler intensiv beschäftigt und zu einem bemerkenswerten Garten-OEuvre inspiriert.

Am Wannsee legte Liebermann ab 1909 einen Garten nach den Ideen der Reformbewegung an, der zum künstlerischen Laboratorium seines impressionistischen Spätwerks werden sollte. Während der Berliner Meister im Stile der französischen Freilichtmalerei im Wannseegarten vor der Staffelei arbeitete, definierten Klee und andere moderne Künstler wie Franz Marc, Emil Nolde und Max Ernst das Thema Garten neu. So führte Klees innige Auseinandersetzung mit der Natur, zu dem ihm der elterliche Garten in Bern, die orientalischen Gärten Tunesiens oder das Dessau-Wörlitzer Gartenreich Gelegenheiten boten, zu einer abstrakten Bildsprache, bei der sich imaginäre Architektur- und Pflanzendarstellungenauf das Gartensujet beziehen. Während Klees Gartenbilder der kompositorischen Phantasie des Künstlers entstammen, sind sie bei Liebermann stets auf den Wannseegarten bezogen.

Trotz der unterschiedlichen Bildauffassung gibt es zwischen Liebermann und Klee Berührungspunkte: Beide gehen von einem durch Goethes Schriften beeinflussten Naturbegriff aus. Beide definieren in ihren Bildern den Garten als einen architektonisch gegliederten Naturraum mit Beeten,Wegen und Toren; Beide arbeiten zeitlich parallel zwischen 1914 bis 1933 an dem Sujet. Grund genug die Gartenbilder von Liebermann und Klee erstmals in einen Dialog zu bringen und das Spezifische beider Künstler neu erfahrbar zu machen.


Eintritt: 8 €, ermäßigt 5 €, Gruppen ab 8 Personen: 7 € p. P., Familienticket: 18 €, freier Eintritt für Jugendliche unter 14 Jahren.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
10.06.2018 – 17.09.2018

Colomierstraße 3
14109 Berlin

Telefon

  • 030 80 58 59 00
  • 030 8 05 85 90 12 (Führungen für Gruppen)

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Bus: 114

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