Runter vom Gas, Quelle: Fotolia Runter vom Gas, Quelle: Fotolia

„Goldelse“ auf der Siegessäule in Gelb

"Runter vom Gas“ kleidet Denkmäler mit Warnwesten ein

Mit ungewöhnlichen Bildern macht „Runter vom Gas“ auf den Start der Warnwestenpflicht in Deutschland zum 1. Juli aufmerksam. Die Verkehrssicherheitskampagne des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR) kleidet bekannte Denkmäler in Deutschland neu ein und macht berühmte Literaten und Komponisten zu leuchtenden Vorbildern – von Goethe bis Schiller, von Bach bis Beethoven. „Bei Unfällen oder Pannen können Warnwesten Leben retten. Mit Hilfe der wichtigsten Monumente des Landes wollen wir die Verkehrsteilnehmer dazu aufrufen, sich der eigenen Sicherheit zuliebe an die neue Pflicht zu halten“ erklärt Katherina Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im BMVI. Auch die Berliner „Goldelse“ auf der Siegessäule trägt Gelb.

„Ob beim Aufstellen des Warndreiecks, beim Reifenwechsel oder beim Gang zur Notrufsäule: Bei jeder Tages- und Nachtzeit besteht die Gefahr, von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden“, erläutert Reiche. Wer jedoch eine Warnweste trägt, wird zweimal früher wahrgenommen. Am Tage sorgen die fluoreszierenden Farben für die Auffälligkeit. Im Dunkeln erkennen Autofahrer Fußgänger ohne retroreflektierende Bekleidung erst aus etwa 80 Metern Entfernung. Träger einer Warnweste mit reflektierenden Streifen sieht man im Dämmerlicht dagegen bereits aus einer Distanz von etwa 150 Metern.

Für wen gilt die Warnwestenpflicht? Bislang galt die Mitführpflicht einer Warnweste nur für Fahrer gewerblich genutzter Fahrzeuge. Die ab dem 1. Juli 2014 wirksame Verordnung betrifft alle in Deutschland zugelassenen Pkw, Lkw und Busse. Die Warnweste in rot, gelb oder orange muss der DIN EN 471 bzw. der EN ISO 20471:2013 Norm entsprechen und mit reflektierenden Streifen versehen sein. „Damit die Warnweste im Notfall sofort griffbereit ist, sollte sie am besten in der Nähe des Fahrersitzes verstaut sein“, erläutert Dr. Eichendorf, Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats. Der Verkehrsexperte empfiehlt über die verbindliche Vorgabe für den Fahrzeuglenker hinaus, für jeden Mitfahrer eine Weste bereitzuhalten. „Nur so können sich alle Passagiere bei einer Panne oder einem Unfall sichtbar machen – und das Fahrzeug sicherer verlassen.“

Die Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ von BMVI und DVR will alle Verkehrsteilnehmer für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Gestartet im Jahr 2008, thematisiert „Runter vom Gas“ seit 2011 neben Unfallursachen wie unangepasster Geschwindigkeit, Ablenkung oder Alkohol am Steuer auch das Thema Sichtbarkeit.

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