„Zoo Mockba“ präsentiert z.B. Tamara Fedorowas „Löwen“, 1960er- bis 1970er-Jahre. Zelluloid und Plastik; Foto: © Köpcke und Weinhold

Zoo Mockba: Spielzeugtiere aus der Sowjetunion

Ausstellung vom 15.2. bis 22.4. im me Collectors Room

„Zoo Mockba“ zeigt mit rund 100 Werken von elf KünstlerInnen eine exemplarische Auswahl von originalen Spielzeugtieren aus der Sowjetunion aus den Jahren zwischen 1950 bis 1980. Die Spielfiguren stammen aus der mehr als 400 Objekte umfassenden Sammlung Köpcke & Weinhold.

Im Russland der Zarenzeit gab es keine eigene Spielwarenindustrie. Wer es sich leisten konnte, verwöhnte seine Kinder mit Puppen und Spielzeug aus deutscher und französischer Produktion. Die Spielsachen der breiten Masse waren individuelle Handarbeiten, aus Holz geschnitzt, aus Ton geformt. In ihnen spiegelt sich die traditionelle Volkskunst, die vielfach bis heute unser Bild von russischem Spielzeug und russischer Kultur im Allgemeinen prägt.

Als dann ab den 1930er Jahren auch in der Sowjetunion die ersten industriell gefertigten Spielwaren vom Band liefen, orientierten sich diese an internationalen Vorbildern. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die Produktion von Spielsachen nicht die erste Priorität. Dennoch waren Betriebe aufgefordert, neben Waren des täglichen Bedarfs auch Spielsachen herzustellen. Anfang der 1950er Jahre wagten Absolventen der Leningrader Kunsthochschule den Aufbruch in die Moderne.

In der sowjetischen Spielzeugindustrie boten sich ihnen gestalterische Freiräume, um Neues auszuprobieren und eine eigene Formensprache zu entwickeln, in der Zeitgeist und ein neues Lebensgefühl ihren selbstbewussten Ausdruck fanden. Auch wenn mancher Künstler heute nicht mehr gerne darüber spricht, dass er in jungen Jahren industrielles Spielzeug gestaltet hat, so war doch gerade darin zu einem frühen Zeitpunkt eine künstlerische Avantgarde erkennbar.


Eintritt: € 8,-, ermäßigt € 4,-, bis 18 Jahre frei. Geöffnet: Mo., Mi. bis So. 12-18 Uhr.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
15.02.2019 - 22.04.2019

Auguststraße 68
10117 Berlin

Telefon

  • 030 86 00 85 10

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Beschreibung

S Oranienburger Straße
Tram: M1, M6, 12

Geöffnet:
Mo., Mi.-So. 12-18 Uhr

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