Dagmar Jaeger, Sebastian Wirnitzer und Rüdiger Rudolph begeben sich auf einen Parforceritt durch die Themen der Zeit. Foto: © Marcus Lieberenz

Zirkus Angela: Schicksalsjahre einer Kanzlerin

Die Zirkus-Revue in der Distel blickt tagesaktuell auf die Polit-Clowns

Mit Zirkus Angela küsst die DISTEL die alte Tradition des Nummernkabaretts wach. Nachdem die letzten Programme geschlossene Satire-Stücke mit einem durchgängigen Plot waren, wird jetzt ganz klassische Brettelkunst geboten. Nicht als museale Zeitreise, sondern als Versöhnung von Tradition und Moderne. Denn „Zirkus Angela“ ist klassisches Nummernkabarett für das Netflix-Zeitalter – garantiert ohne Netz und doppelten Boden. Ein gekonnter Drahtseilakt zwischen niveauvoller Unterhaltung und knallharter Satire.

In der Bühnenästhetik einer Zirkus-Revue ist das Nummernprogramm „Zirkus Angela“ immer tagesfrisch und topaktuell. Egal, wer als nächste schwarze Null durch die Reichstagskuppel tanzt, egal, warum die AFD auf dem Populisten-Trapez turnt und egal, wieso Frank-Walter Steinmeier den dummen August spielt, alles wird präsentiert in Muttis Manege in Berlin-Mitte.

In der Regie von Dominik Paetzholdt steht zudem ein neu formiertes Ensemble auf der Bühne. Neben der Kabarett-Queen Dagmar Jaeger spielen zwei Gäste: Rüdiger Rudolph, bisher u.a. in der DISTEL-Produktion „Zwei Zimmer, Küche: Staat!“ zu sehen, und Sebastian Wirnitzer, derzeit in „Einmal Deutschland für alle“ besetzt. Die musikalische Umsetzung liegt in den bewährten Händen von Matthias Felix Lauschus und Fred Symann, der auch die musikalische Leitung, Komposition und Arrangements übernimmt.

Für die Textvorlage zeichnet Autor Jens Neutag verantwortlich. Er war im letzten Familienurlaub in Dänemark als Zuschauer in einem Wanderzirkus und wurde natürlich prompt als Depp des Abends in die Manege gezerrt. Und während er sich von zwei dänischen Clowns hat vorführen lassen, reifte die Idee einer Zirkusvorstellung als Kabarettprogramm. Jens Neutag: „Auch wenn ich kein Wort verstanden habe, die Unmittelbarkeit, wie die Darsteller aufs Publikum eingegangen sind, das war Kabarett pur.“

Und wenn unsere Volksvertreter dann noch fast ein halbes Jahr brauchen, um eine rechtskräftige Regierung zu bilden, dann wird auch dem letzten Bürger klar: Der Politbetrieb ist endgültig zum Zirkus verkommen und dafür muss man die Polit-Clowns von der CSU überhaupt nicht erwähnen. Der Autor ergänzt: „Also Kabarett getreu dem Satz von Siegfried Wache: Wenn Lachen die beste Medizin ist, dann ist ein guter Clown der beste Arzt.“


Eintritt: von € 18,- bis € 33,-.

Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier.

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Veranstaltungsdaten:
01.08.2019 - 28.03.2020

Friedrichstraße 101
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 2 04 47 04

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Admiralspalast
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