Ab 10.1. ist die Inszenierung „Schlemihl“ des Theaterduos WagnerHowitz an der Schaubude zu sehen. Foto: © Schaubude Berlin

WagnerHowitz: „Schlemihl“

Premiere am 10.1. in der Schaubude

Ausgehend von Chamissos Novelle „Peter Schlemihls wundersame Geschichte“ erschafft WagnerHowitz eine lustig-verspielte und gesellschaftskritisch-bissige Theateradaption, bei der klassisches Schattentheater auf moderne Projektionstechnik trifft. Die Premiere ist am 10. Januar in der Schaubude zu erleben.

Peter Schlemihl hat den Deal seines Lebens gemacht. Er hat seinen eigenen Schatten gegen unendlichen Reichtum eingetauscht. Die Schattenlosigkeit stellt den Neureichen jedoch vor den gesellschaftlichen Abgrund und lässt ihn ein noch fataleres Geschäft erwägen.

Wieviel ist ein Schatten heute wert? In der Epoche der Romantik war er das höchste Gut. Doch die Zeit schreitet voran, wir reisen vom 19. bis ins 21. Jahrhundert, einer leuchtenden, scheinbar schattenfreien Ära. Kerzen und Glühbirnen werden durch LED und Beamer ausgetauscht – im Rausch der Modernisierung kann nun nichts mehr anbrennen. Doch verdammt, die Technik funktioniert schon wieder nicht! Es entsteht ein Widerstreit zwischen Tiefe und Funktionalität. Der Inhalt rückt aus dem Fokus zu Gunsten der perfekten InstaStory. Die mystische Bedeutung des Schattens wird dabei in ein gegenwärtiges Licht gerückt – als unbrauchbar. Spot on and smile. Doch bleibt unser Schatten moralischer Fußabdruck, eine digitale Identität, ein weiteres Ich? Alles wird immer fantastischer, Spieler und Figuren stolpern ineinander.


Weitere Informationen und Karten finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
10.01.2020 - 08.02.2020

Greifswalder Straße 81-84
10405 Berlin [ Prenzlauer Berg ]

Telefon

  • (030) 4 23 43 14

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Beschreibung

S Greifswalder Straße
Tram: M4

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