Mit ‘Faust’, Frank Castorfs Abschiedsinszenierung von der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, mit Lilith Stangenberg, Thelma Buabeng, Valery Tscheplanowa, Martin Wuttke, Marc Hosemann und Hanna Hilsdorf, wird das Festival eröffnet. © Thomas Aurin Mit ‘Faust’, Frank Castorfs Abschiedsinszenierung von der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, mit Lilith Stangenberg, Thelma Buabeng, Valery Tscheplanowa, Martin Wuttke, Marc Hosemann und Hanna Hilsdorf, wird das Festival eröffnet. © Thomas Aurin

Theatertreffen 2018

Perspektiven auf unsere Gegenwart

Vom 4. bis 21.5. versammelt sich im Haus der Berliner Festspiele die deutschsprachige Bühnenszene beim Theatertreffen. Herzstück des Festivals sind die zehn ‘bemerkenswerten Inszenierungen’, die von der Kritiker-Jury aus ca. 400 Aufführungen der Saison ausgewählt wurden. Fündig wurde die Jury in Hamburg, Basel, Berlin, München, Zürich und Wien.

Den Auftakt zum 55. Theatertreffen macht Frank Castorfs letzte Inszenierung als Intendant an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, seine Deutung von Goethes ‘Faust’. Ebenfalls aus Berlin eingeladen ist die Schaubühne am Lehniner Platz mit ‘Rückkehr nach Reims’ bzw. der englischen Fassung ‘Returning to Reims’ von Didier Eribon in der Bühnenfassung des Intendanten Thomas Ostermeier. Zwei weitere Einladungen gingen nach Hamburg: an Falk Richters Interpretation von Elfriede Jelineks ‘Am Königsweg’ (Deutsches Schauspielhaus) und an Antú Romero Nunes’ Bearbeitung von Homers Epos ‘Die Odyssee’ am Thalia Theater. Diesmal schafften es gleich zwei Produktionen der Münchner Kammerspiele in die Auswahl: Christopher Rüpings ‘Trommeln in der Nacht’ von bzw. nach Bertolt Brecht und Anta Helena Reckes ‘Mittelreich’ von Josef Bierbichler nach Anna-Sophie Mahlers Inszenierung, die 2016 ebenfalls zum Theatertreffen eingeladen war.

Das Wiener Burgtheater reist mit Jan Bosses ‘Die Welt im Rücken’ nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Thomas Melle an. Aus der Schweiz kommen Ulrich Rasches Version von Georg Büchners ‘Woyzeck’ am Theater Basel und ‘BEUTE FRAUEN KRIEG’ – ‘ein Zyklus im Schiffbau’ – unter der Regie von Karin Henkel nach ‘Die Troerinnen’ und ‘Iphigenie in Aulis’ vom Schauspielhaus Zürich. Leider kann aus Termingründen Vegard Vinges und Ida Müllers ‘Nationaltheater Reinickendorf’ während des Festivals nicht aufgeführt werden. Stattdessen wird eine Video-Dokumentation im Haus der Berliner Festspiele gezeigt.

‘Die Produktionen der diesjährigen Auswahl präsentieren durch die verschiedenen Generationen und Kontexte hindurch entschiedene Perspektiven auf unsere komplexe Gegenwart’, erklärt die Leiterin des Theatertreffens Yvonne Büdenhölzer. Dabei vertraue das Theater auf seine genuinen Mittel und die Lust am Spiel. ‘Die Protagonisten sind oft zerbrochene und zerbrechende Charaktere, die die Welt durch ihre Wahrnehmung filtern und so neue Realitäten erzeugen. Dargestellt werden sie von Ausnahmeschauspielern, die sowohl im Ensemble als auch auf Solowegen ihre Kraft entfalten. Sie stellen ebenso wie die Regisseure die Fragen: Wer spricht, wer darf sprechen, und was wird eigentlich erzählt?’

Komplettiert wird das Programm durch die Veranstaltungen des Stückemarkts sowie die internationale Plattform Shifting Perspectives, Diskussionen, Premierenfeiern, Verleihungen von Preisen im Haus der Berliner Festspiele und an weiteren Spielorten in der Stadt.


Der Ticketvorverkauf beginnt am 21. April um 10 Uhr. Tickets für „Faust“ sind bereits seit 7. April erhältlich. Tickets für „Rückkehr nach Reims“ bereits seit 3. April an der
Schaubühne am Lehniner Platz.

Alle weiteren Informationen finden Sie bei den Berliner Festspielen.

Veranstaltungsdaten:
04.05.2018 - 21.05.2018

Schaperstr. 24
10719 Berlin [ Wilmersdorf ]

Telefon

  • 030 2 54 89-100

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Beschreibung

U Spichernstraße
Bus: 204

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