Georg Stephan spielt Heinrich Heine und präsentiert das satirische Versepos ‘Deutschland. Ein Wintermärchen’. Foto: Judith Johns

Deutschland. Ein Wintermärchen

Georg Stephan in der Rolle von Heinrich Heine

Am 7.11. hat der Abend mit Georg Stephan im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Premiere.

Geistreich und lebendig springt der Dichter Heinrich Heine auf seiner Reise durch Zeit und Raum ins kalte Wasser deutscher Geschichte. Er legt sich mit einem rotbärtigen Kaiser an, gruselt sich im Kölner Dom, und er heult mit den Wölfen im Teutoburger Wald. ‘Ich bin ein deutscher Dichter/bekannt im ganzen Land/ Nennt man die besten Namen/so wird auch der meine genannt’, weiß der Sohn jüdischer Eltern, den zunächst Druckverbote und später preußische Haftbefehle ins Exil treiben.

Hier, in Frankreich, herrscht die Gedankenfreiheit, doch Heine vermisst die Heimat und schreibt dem Publikum in Deutschland im Jahr 1844 ein sehnsuchtsvoll-satirisches Nationalepos, das sich gewaschen hat und 2132 amüsante Verse zählt: Deutschland. Ein Wintermärchen.

Auf neue, bisher unbekannte Weise behandelt er die deutsche Sprache, empfindsam, voller Humor und unbequem. Staunend steht man noch heute vor diesem hochaktuellen Werk, in dem Heine seine Vision von einem Europa entwirft, das Nationalismus, Überheblichkeit, Untertanen-Geist überwunden hat.


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Veranstaltungsdaten:
07.11.2018 - 17.01.2019

Am Festungsgraben 1
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • 030 2 01 06 93

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Beschreibung

U und S Friedrichstraße
Bus: 100

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