Brooke DiDonato in 'Absurde Routinen': Closure, 2016 Fotografie (Ausschnitt) © Brooke DiDonato

Ausstellungen im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst

Drei Neuzugänge bei den Ausstellungen

Das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst lädt nach der Sommerpause mit drei neuen Ausstellungen im Programm herzlich dazu ein, den Sommer ausklingen zu lassen und den Herbst willkommen zu heißen.

Der in Berlin lebende Künstler Thomas Scheibitz wird mit der ortsspezifischen Intervention Plateau mit Halbfigur im Kesselhaus seine bisher größte skulpturale Arbeit realisieren.
Im Maschinenhaus M2 wird Kathrin Sonntag in Things Doing Their Thing Collagen, Diaprojektionen und Fotoinstallationen zeigen. Beide Ausstellungen werden am Samstag, 8. September eröffnet.

Eine weitere Eröffnung findet am Samstag, 29. September, im Rahmen der Berlin Art Week (26.–30. September) statt, deren offizieller Partner das KINDL in diesem Jahr ist. Absurde Routinen präsentiert im Maschinenhaus M1 zehn internationale, zeitgenössische Fotografinnen und Fotografen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Alltagsabläufen und deren überraschender Brechung beschäftigen.

Zudem lädt der Biergarten vor dem KINDL zum Besuch ein. Seit Juni bewirtet Sie dort „Pannek seine Budike sein Biergarten“ mit Getränken und Street-Food-Varianten von Altberliner Gerichten.

Öffnungszeiten (bei schönem Wetter): Di–Fr 14–22 Uhr, Sa 13–22 Uhr, So 12–20 Uhr


Thomas Scheibitz: Plateau mit Halbfigur
Ausstellung vom 9. September 2018 – 12. Mai 2019

Malerei und Skulptur bestimmen gleichberechtigt die künstlerische Praxis von Thomas Scheibitz. Als Grundlage für seine Arbeit dient stets sein breit angelegter Fundus von gesammelten zwei- und dreidimensionalen Dingen: handgeschriebene Notizen, Zeitungsausschnitte, prächtige Bildbände, hingeworfene Skizzen und kuriose Gegenstände – all das wird vom Künstler gesammelt, gefiltert, geordnet und archiviert. Dieses Material unterliegt dann vielfältigen Transformationsprozessen und fließt so in den Formfindungsprozess ein.

Mit ‚Plateau mit Halbfigur‘ realisiert Thomas Scheibitz im Kesselhaus seine bisher größte skulpturale Arbeit. Die Entwicklung dieser mehrteiligen Arbeit – ein intensiver Prozess der Formfindung und des Festlegens der Dimensionen für das gewaltige Kesselhaus – dauerte rund anderthalb Jahre. Der Titel Plateau mit Halbfigur zielt zunächst auf jene sockelartige Erhöhung, die für die einzelnen Teile einen autonomen Raum beansprucht. Gleichzeitig verweist er auf das grundsätzlich Fragmentarische und betont die Ausschnitthaftigkeit. Mit überraschender Selbstverständlichkeit fügt sich die aus sieben Teilen bestehende, komplexe Skulptur, die an ihrem höchsten Punkt gegen achteinhalb Meter hoch ist, in das würfelförmige Kesselhaus ein.

Thomas Scheibitz (geb. 1968) lebt und arbeitet in Berlin. Seine Arbeiten wurden international gezeigt, u. a. in den Ausstellungen Masterplan\kino (Kunstmuseum Bonn und Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen, 2018), Inherent Structure (Wexner Center for the Arts, Columbus, USA, 2018), Excitement –Exhibition by Rudi Fuchs (Stedelijk Museum, Amsterdam, 2016), Picasso in der Kunst der Gegenwart (Deichtorhallen, Hamburg, 2015), Radiopictures (Sprüth Magers, Berlin, 2014), Studio Imaginaire (Tanya Bonakdar Gallery, New York, 2014) und ONE-Time Pad (BALTIC Centre for Contemporary Art, Gateshead, UK, 2013 und MMK Museum für Moderne Kunst, Frankfurt am Main, 2012).


Kathrin Sonntag: Things Doing Their Thing
Ausstellung vom 9. September 2018 – 27. Januar 2019

Kathrin Sonntags Arbeiten untersuchen die Bedingungen des Sehens, Wahrnehmens und Erkennens. Ihre fein austarierten Installationen verführen die Betrachter zu mentalen Fehlleistungen, erzeugen Unklarheiten über Raum, Zeit, Objekt oder Architektur und verwischen die Grenze zwischen fotografischer Abbildung und Realität.

In ihrer Ausstellung ‚Things Doing Their Thing‘ zeigt Sonntag neben einer Fotoinstallation Objekte, Diaprojektionen und Collagen. Mit subtilen Eingriffen in das Beziehungsgefüge alltäglicher Dinge sabotiert die Künstlerin dabei die Wahrnehmungsroutine der Betrachter und verwandelt das M2 in einen Ort, an dem auf verblüffende Weise das Unerwartete im scheinbar Vertrauten zutage tritt.

Kathrin Sonntag (geb. 1981) studierte von 2000 bis 2006 Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Arbeiten sind u. a. in den Sammlungen des Solomon R. Guggenheim Museum, New York, der Pinakothek der Moderne, München und der Sammlung der Bundesrepublik Deutschland vertreten und werden international gezeigt, zuletzt im Art:1 New Museum in Jakarta und der Galerie Thomas Erben in New York (beide 2017).


Gruppenausstellung von Louis de Belle, Juno Calypso, Brooke DiDonato (Titelbild), Christoph Grill, Aleksey Kondratyev, Elisa Larvego, Sandra Lazzarini, Pierrick Sorin, Sebastian Stumpf, Ben Zank: Absurde Routinen
Ausstellung vom 30. September 2018 – 3. Februar 2019

Die thematische Ausstellung Absurde Routinen präsentiert Arbeiten von zehn internationalen zeitgenössischen Fotograf/innen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Alltagsabläufen und deren überraschender Brechung beschäftigen. Obwohl die Settings der Bilder vertraut wirken, wird der Betrachter zugleich mit dem Unerwarteten, Unerklärlichen konfrontiert.

Die stark narrativen Fotografien führen nicht nur die Absurdität vor Augen, die mechanisierten Verhaltensweisen innewohnt, sondern werfen auch Fragen nach dem Zustand einer leistungsorientierten Gesellschaft auf, in der effizientes Handeln an oberster Stelle steht. Auch die Kehrseiten des dauerhaften Funktionierens jedes Einzelnen werden beleuchtet – Müdigkeit, Überforderung und Kollaps.

Kuratiert wurde die Ausstellung, die im Rahmen der Berlin Art Week (26.–30.9.2018) stattfindet, von CUCO – curatorial concepts berlin e.V. (Hanna Dölle, Katherina Perlongo und Annika Turkowski).


Weitere Informationen finden Sie hier beim KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst.

Veranstaltungsdaten:
08.09.2018 - 12.05.2019

Am Sudhaus 3
12053 Berlin

Telefon

  • (030) 8 32 15 91 20

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Beschreibung

U8 Haltestelle Boddinstraße
U7 Haltestelle Karl-Marx Straße

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