Gedenkblatt zum 350. Geburtstag Martin Luthers nach Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld, Radierung, um 1833; © Stadtmuseum Berlin, Foto: Phil Dera (Detail).

Sankt Luther

Reformator zwischen Inszenierung und Marketing

Das Stadtmuseum Berlin spürt mit der Ausstellung „Sankt Luther – Reformator zwischen Inszenierung und Marketing“ anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums den Ambivalenzen und Widersprüchen im von Martin Luther in Gang gesetzten Wertewandel nach. Anhand einzigartiger Objekte, die ab 1. April in der Nikolaikirche zum Teil erstmals öffentlich zu sehen sind, untersucht die Schau dabei die teilweise bis heute andauernden Gegensätze zwischen der Lehre Luthers und der gelebten sozialen und kulturellen Praxis. Die Exponate zeugen zum einen von glühender Verehrung und Gefolgschaft und zum anderen von der politischen Vereinnahmung des Gedenkens an Luther in der Geschichte.

Den Ausgangspunkt der Schau bildet das Hallesche Heiltumsbuch, das Kardinal Albrecht von Brandenburg für die Präsentation seiner Reliquien nutzte. Als ein frühes Beispiel der Verkehrung von Luthers Lehren ist eine echte „Luther-Reliquie“ zu sehen: ein Stück Stoff vom Messgewand (einer Kasel), welches Luther zur Weihe des ersten evangelischen Merseburger Bischofs trug und das in den Folgejahren fast bis zur Unkenntlichkeit in „Reliquien“ zerlegt wurde. „Verehrt, verklärt, verkehrt“ lauten die Stichworte historischer sowie heutiger Denk- und Merkwürdigkeiten der Lutherverehrung.


Der Eintritt beträgt 5 (ermäßigt 3) Euro inklusive Audioguide.
bis 18 Jahre frei
jeden 1. Mittwoch im Monat frei
am 27. April frei


Weitere Informationen sind hier zu finden.

Veranstaltungsdaten:
01.04.2017 - 10.09.2017
10:00 - 18:00

Nikolaikirchplatz
10178 Berlin

Telefon

  • 030 24 00 21 62

Webseite

Beschreibung

U und S Alexanderplatz
Tram: M2, M4, M5, M6
Bus: TXL, M48, 100, 200, 248

Geöffnet: Täglich 10-18 Uhr.

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