© Esra Rotthoff

Rimini Protokoll: Remote Mitte

Experimentelle Audiotour durch Berlins Zentrum

In Online-Games begeben sich Menschen, die sich in der Realität noch nie begegnet sind, gemeinsam auf virtuelle Schnitzeljagd. In der Produktion „Remote Mitte“ von Rimini Protokoll brechen die Besucher mit Funkkopfhörern in die reale Stadt auf. Geleitet von einer Stimme, wie man sie von Navigationssystemen kennt. Die Begegnung mit der Künstlichen Intelligenz verleitet die Gruppe zum Selbstversuch. Wie können wir alle gemeinsam Entscheidungen treffen? Wem folgen wir, wenn wir von einem Computerprogramm geleitet werden?

Die Besucher beobachten sich gegenseitig, treffen individuelle Entscheidungen und sind doch gleichsam Teil einer Gruppe. Während die Künstliche Intelligenz unser menschliches Verhalten aus der Distanz beobachtet, klingt ihre Stimme mit jedem Schritt menschlicher. Sie führt uns aus der Peripherie ins Zentrum. Unterwegs vertonen Kunstkopf-Aufnahmen und filmische Kompositionen die Stadtlandschaft. Die Reise durch Berlins Mitte wird zu einem kollektiven Film. Was 2013 als Remote Berlin in Zusammenarbeit mit dem Hebbel am Ufer begann, entwickelte sich seither in 28 Städten weiter. Jede neue ortsspezifische Version baut auf der Dramaturgie der Vor-Stadt auf. Nach mehr als 700 Aufführungen weltweit ist das Projekt nach Berlin zurückgekehrt und befragt in einer neuen Auflage im Auftrag des Maxim Gorki Theaters die deutsche Hauptstadt nach ihrem Zentrum.


Start ist am Invalidenfriedhof am Eingang Scharnhorststraße. Bitte seien Sie mindestens 15 Minuten vor Beginn am Start. Die Audiotour dauert zirka 120 Minuten.

Weitere Informationen finden Sie beim Maxim Gorki Theater.

Veranstaltungsdaten:
23.04.2018 - 25.04.2018
16:00

Scharnhorststraße 33
10115 Berlin

Beschreibung

Der Invalidenfriedhof ist ein historischer Friedhof und eine Gedenkstätte im Ortsteil Mitte des Berliner Bezirks Mitte. Die Anlage gehört zu den ältesten Friedhöfen in Berlin und wird als Zeugnis der preußischen und deutschen Militärgeschichte wie als Erinnerungsstätte an die deutschen Befreiungskriege der Jahre 1813 bis 1815 angesehen.

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