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Pünktchen trifft Anton (ab 9 Jahre)

Von Volker Ludwig nach Erich Kästner

Ab dem 22. September ist das Stück über die wunderbare Freundschaft zwischen dem Mädchen aus reichem Hause und dem armen Jungen, die sich kopfüber in ein Großstadtabenteuer werfen, für Kinder ab neun Jahre wieder zu erleben.

In Berlin geschehen erstaunliche Dinge: Ein reiches Mädchen bettelt am Bahnhof Friedrichstraße – und ein armer Junge bringt einen Verbrecher zu Fall. Volker Ludwigs Neufassung von Kästners Klassiker über eine wunderbare Kinderfreundschaft spielt hier und heute, zwischen Wohlstandsverwahrlosung und Armut, mitten unter uns…

1931 schrieb Erich Kästner mit „Pünktchen und Anton“ während der Weltwirtschaftskrise einen der ersten realistischen Großstadt-Romane für Kinder.

Zwei seelisch unbehauste Kinder stürzen sich – unbemerkt von ihren ahnungslosen Eltern – kopfüber in die Abenteuer der großen Stadt Berlin. In der Version von Volker Ludwig erscheint diese Geschichte aktueller denn je. Es geht um die Frage der Gerechtigkeit aus der Sicht von Kindern, in einer Welt, in der die Schere zwischen Arm und Reich immer eklatanter auseinandergeht.


Seltsame Dinge geschehen in Berlin. Im Hause Pogge dreht sich alles um die Charity‐Aktivitäten von Margie Pogge, der Mutter von Luise, genannt Pünktchen. Margie kommt vom Shopping zu spät zum Essen, Margie hat Kopfschmerzen, Margie hat Termine. Bloß keine Zeit für Pünktchen.

Für das Kind ist das englische Au‐Pair‐Mädchen Peggy zuständig. Aber die ist verliebt. Und da auch Vater Pogge mit seinen Gedanken eher beim nächsten Immobiliengeschäft weilt, als bei seiner Tochter, bleibt nur ein Mensch mit gesundem Menschenverstand übrig, an den sich Pünktchen wenden kann: Berta, die alles, aber nicht dick ist. – Wer kümmert sich jetzt um „Pü“? ‐ Sie selbst. Und sie stürzt sich ins Abenteuer des wilden und nicht ungefährlichen Berliner Nachtlebens. Friedrichstrasse! Weidendammer Brücke! Hier treibt sich auch der gleichaltrige Anton herum, Flaschensammler, unauffällig, ernst und beschäftigt. Rätselhaft.

Anton ist ein Kind, das es nicht gibt: Illegal lebt er mit seiner Mutter, abgelehnter Asylantrag, bedroht von Abschiebung. Nur der Rektor seiner Schule weiß noch davon. Aber keiner weiß von seinen Sorgen: Die Mutter ist krank, so dass sie ihren schlecht bezahlten Job als Altenpflegerin nicht mehr ausüben kann. Wer zahlt den Arzt? Den Strom? Die Miete? Wer kauft ein? Wer kocht das Essen? Viel zu viel Verantwortung für ein Kind.

Wie Pünktchen Anton rettet, vor dem Erwischtwerden und vor dem Brief des Lehrers Bremser, und wie wiederum Anton mit tatkräftiger Hilfe von Berta die Familie Pogge vor dem Einbruch Roberts rettet, wie eine unmögliche Freundschaft möglich wird und sogar Margie Pogge ihr Herz für Pünktchen und Anton entdeckt, davon erzählt Volker Ludwigs „Pünktchen trifft Anton“‐Geschichte, frei nach Erich Kästners Klassiker.


Ab dem 20. August hat die Tageskasse am Hansaplatz wieder regulär geöffnet: täglich von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr, Tel. 030-397474-77.

Hier können Sie ebenfalls online Karten kaufen oder reservieren.

Veranstaltungsdaten:
22.09.2018 - 26.09.2018

Altonaer Straße 22
10557 Berlin [ Tiergarten ]

Telefon

  • 030 39 74 74 77

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