Filmstill aus „The Garden“ (GB 1990, R/B: Derek Jarman), © Liam Daniel, Basilisk Communications, Edition Salzgeber

Passionsgeschichten: Filmreihe im Zeughauskino

Transformationen des Leidenswegs Jesu Christi - vom 10. bis 21.4.

Seit der Erfindung des Films Ende des 19. Jahrhunderts werden auch in diesem Medium das Leben und Leiden Jesu Christi dargestellt. Frühe Jesus-Filme knüpfen an die Tradition der Passionsspiele an. Sie orientieren sich an den vier Evangelien, greifen Inszenierungsformen populärer Theateraufführungen auf und begründen eine lange, bis in die Gegenwart reichende Geschichte filmischer Darstellungen, für die – zwar in unterschiedlichem Maße, aber letztendlich richtungsweisend – die biblischen Vorlagen entscheidend sind.

Daneben finden sich im Laufe der Filmgeschichte immer häufiger auch Transformationen der Passionsgeschichte. Die weithin bekannten biblischen Figuren und Erzählungen tauchen dabei in stark veränderter Form auf. Soziale, politische, sexuelle oder theologische Themen treten in den Vordergrund. Die von Florian Höhensteiger kuratierte Reihe veranschaulicht Bandbreite und Kreativität im filmischen Umgang mit der Passionsgeschichte Christi. Aktualisierungen von Ort und Zeit und die Transfiguration der Jesus-Gestalt stehen neben oder vermischen sich mit Fragmentierungen und Remythisierungen.

Als Handlungsorte tauchen in den Filmen der Wiener Arbeiterbezirk Ottakring (Jesus von Ottakring), das Berlin der 1980er Jahre (Jesus – der Film) oder eine flämische Landschaft im 16. Jahrhundert auf (Młyn i krzyż / Die Mühle & das Kreuz). Traditionelle Passionsspiele werden zu Ausgangspunkten komplexer, reflexiver Formen (Acto da Primavera / Rite of Spring, Su Re, Maddalena) und populäre Jesus-Darstellungen zum Gegenstand eines Filmessays über Furcht und Transzendenz (King of the Jews).


Eine Übersicht aller Filme finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
10.04.2019 - 21.04.2019

Unter den Linden 2
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • (030) 20 30 44 21

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Beschreibung

Deutsches Historisches Museum - Eingang an der Ostseite des Zeughauses

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