Anna Prohaska als Susanna und Ildebrando D’Arcangelo als hinreißend liebestoller Graf in ‘Le Nozze di Figaro’. © Hermann und Clärchen Baus

Medea – Le Nozze di Fiagro – Usher (nach E.A. Poe)

Die Staatsoper präsentiert im Oktober drei weitere Inszenierungen

Im Folgenden stellen wir drei Inszenierungen vor, die ab Oktober in der Staatsoper Unter den Linden aufgeführt werden:


Medea

Er war ein hochgeschätzter Komponist der Beethoven-Zeit. Der aus Florenz stammende und über viele Jahrzehnte in Paris wirkende Luigi Cherubini hat der Opernentwicklung im 18. und frühen 19. Jahrhundert entscheidende Impulse verliehen. Geschult an den Werken von Gluck ist es ihm gelungen, der Kunstform Oper eine neue musikdramatische Qualität zu geben – vor allem mit seiner 1797 im Pariser Théâtre Feydeau uraufgeführten Medea. Am 7. Oktober hat die mythische Geschichte um enttäuschte Liebe und blutige Rache, wie sie bereits Euripides in seiner Tragödie beschrieb, in der Inszenierung Andrea Breths und unter dem Dirigat von Daniel Barenboim Premiere:

Sie ist eine der eindrücklichsten und seltsam faszinierenden Gestalten der griechischen Mythologie. Die mit Zauberkräften begabte Medea, vom Rande der Welt in die Mitte der Zivilisation gelangt, wandelt sich zum Racheengel. Getrieben wird sie von Wut und Enttäuschung, die sie von Jason erfahren musste, dem sie den wertvollsten Schatz, das Goldene Vlies, zu gewinnen half, dem sie sich ehelich verband, und der sie undankbar verließ. In Korinth, wo Jason mit der Tochter des Königs Kreon Hochzeit feiern will, entwickelt sich ein tragisches Geschehen – die elende Medea bringt Elend den Anderen und schreckt dabei nicht einmal vor Kindesmord zurück.

Der attische Dichter Euripides hat im 5. vorchristlichen Jahrhundert diesen uralten Mythos in einem Drama in Worte gefasst und auf die Bühne gebracht. Luigi Cherubinis Oper, 1797 in Paris uraufgeführt, greift darauf zurück und eröffnet mit den Mitteln einer dramatisch akzentuierten, theatralisch enorm wirksamen Musiksprache neue Horizonte dieses klassischen Stoffes. Selten nur hat die Figur der Medea eine solche Prägnanz und Eindringlichkeit erhalten wie hier.

Aufführungen: 07.10.-28.10.2018

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Le Nozze di Figaro

Ab dem 13. Oktober ist Jürgen Flimms erfolgreiche Inszenierung der Oper Le Nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart wieder zu sehen: mit dem Bassbariton Ildebrando D’Arcangelo als Graf Almaviva, Dorothea Röschmann als die Gräfin, Anna Prohaska als Susanna, Lauri Vasar als Figaro, Emily D’Angelo als der Page Cherubino.

Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, die feinen seelischen Regungen seiner Protagonisten in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, prägnant und eindrucksvoll. Ihr Denken und Fühlen entfaltet sich plastisch vor den Augen und Ohren der Zuschauer:

Aufführungen: 13.10.- 26.10.2018

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Usher (nach ‚The Fall of the House of Usher‘)

Auf der Bühne in der Neuen Werkstatt hat am 12. Oktober die Kammeroper Usher von Claude Debussy und der zeitgenössischen belgischen Komponistin Annelies Van Parys nach E. A. Poes ‘The Fall of the House of Usher’ in der Inszenierung von Philippe Quesne Premiere.

In Poes literarischer Vorlage wird ein namenloser Jugendfreud Zeuge des inneren und äußeren Verfalls des letzten Sprosses eines untergehenden Adelsgeschlechts. Die zwischen Angst, Delirium und Rausch changierenden Zustände Roderick Ushers sind hierbei mit atmosphärischen Bebilderungen der Umgebung des geheimnisvollen Familienanwesens verbunden: einer unheimlichen Sumpflandschaft, einer Gruft, in der die angeblich verstorbene Zwillingsschwester Rodericks, Lady Madeline, beerdigt wird und nicht zuletzt mit dem Haus selbst, das geisterhaft zum Leben erwacht.

Aufführungen: 12.10.- 30.10.2018

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Zum Spielplan der Staatsoper gelangen Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
07.10.2018 - 30.10.2018

Unter den Linden 7
10117 Berlin [Mitte]

Telefon

  • (0)30 20 35 45 55

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