© David Baltzer/bildbuehne.de

Nasser #7Leben

Grips Podewil

Der Berliner Nasser El-Ahmad stammt aus einer libanesisch-stämmigen, sehr strengen Familie. Als Kind ist er der Liebling der ganzen Verwandtschaft. Mit zunehmenden Alter wird seine Erziehung strenger, denn als Erstgeborener muss er die Ehre der Familie vertreten: Musik ist haram, Fernsehen und Internet nur eingeschränkt erlaubt.

Nasser sucht sich seine Freiräume außerhalb der Familie und gerät darüber immer mehr in Konflikt mit seinem Vater. Mit 15 Jahren entdeckt er in den sozialen Medien eine zweite Welt, sein Doppelleben beginnt: Er taucht ein in die schwule Partyszene Berlins, findet Freunde in der Community und outet sich auf Facebook. Als seine Eltern von seinem Doppelleben erfahren, endet nach 72 Tagen dieser „Sommer der Freiheit“ abrupt. Ab diesem Moment ist sein Leben in Gefahr.

Im Fokus des Theaterstücks „NASSER #7Leben“ stehen die Monate von Nasser El-Ahmads Trennung von seiner Familie bis zu seiner Entscheidung, sich aktiv für sein Recht einzusetzen, gläubiger Moslem und homosexuell zu sein. Neben der szenischen Ebene gibt eine Erzählebene tiefe Einblicke in diesen aufwühlenden und mutigen Weg seiner Emanzipation. Die Autorin Susanne Lipp hat auf Grundlage von Nassers Berichten ein zwar dokumentarisches, dennoch bewusst subjektives Theaterstück geschrieben, das packend ist wie ein Thriller, kämpferisch ist bis zuletzt, sich radikal dem tiefen Schmerz stellt und zugleich Raum gibt für eine tiefe Sehnsucht nach Akzeptanz und Versöhnung.

Für Menschen ab 13 Jahre.

Karten und weitere Informationen finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
14.03.2017 - 08.06.2019

Klosterstraße 68
10179 Berlin

Telefon

  • 030 39 74 74 77

Webseite

Beschreibung

U Klosterstraße

» Route auf Google Maps anzeigen