Herbert Fritsch inzeniert Molières bitterböse Komödie „Amphitryon“ als raffiniertes Spiel um Schein und Sein. Foto: © Thomas Aurin

Molières „Amphitryon“

Neue Inszenierung von Herbert Fritsch ab 13.10.

Stellen Sie sich vor, Sie begegnen sich auf einmal selbst.

Sie kehren heim und werden von jemandem, der behauptet, Sie selbst zu sein, brüsk vor die eigene Tür gesetzt. Stellen Sie sich weiter vor, Sie kommen nach Hause und müssen feststellen, dass Sie betrogen worden sind. Jemand hat Ihre Gestalt angenommen und die Nacht mit dem Menschen verbracht, den Sie lieben. Malen Sie sich aus, die andere Version von Ihnen wäre eine göttliche Version Ihres Selbst, alle hielten diese für das Original und Sie selbst nur für die schlechtere Kopie. Stellen Sie sich vor, niemand wäre sich mehr sicher, wer Sie sind. Vor allem Sie selbst nicht. Die Identitätskrise wäre perfekt. Und Sie wären mittendrin.

„Amphitryon“ ist das einzige Stück Molières, in dem er sich einer Geschichte der antiken Mythologie bedient. Die Komödie, in der Gott Jupiter in die Rolle des thebanischen Feldherren Amphitryon schlüpft, um in dessen Abwesenheit seine Ehefrau zu verführen, ist ein Spiel um Schein und Sein, eine tragische Reflexion existentieller Verunsicherung.

Ein gefundener Stoff für Herbert Fritsch, der sich in seiner Neuinszenierung mitten hineinwirft in das Durcheinander der Identitäten.


Weitere Informationen und Karten finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
13.10.2019 - 03.11.2019

Kurfürstendamm 153
10709 Berlin [ Wilmersdorf ]

Telefon

  • Karten: (030) 89 00 23

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Beschreibung

U Adenauer Platz
Bus: M19, M29

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