Ein Projekt von Heiner Mühlenbrock powered by KRAFTWERK Berlin. © Menschen am Sonntag; Max Kuwertz

Menschen am Sonntag – Ein Mühlenbrock-Projekt

Stimmen im Kraftwerk Berlin

Der leere Raum ist die Möglichkeit eines Ereignisses.

Am 12. August 2018 lädt „Menschen am Sonntag – Stimmen im Kraftwerk Berlin“ in das ehemalige Heizkraftwerk Berlin-Mitte ein. Von 12.00 bis 19.00 Uhr wird das leere Kraftwerk Berlin für alle Interessierten am Sonntag frei zugänglich sein.

Bei dieser zweiten Ausgabe des Sonntagsspazierganges wird stündlich ein neuer Berliner Chor inszeniert, auf verschiedenen Etagen und die Tiefe der Räume nutzend. Die Besucher/innen sind aufgefordert, die Chöre/Stimmen mehr oder weniger abzuschreiten, zu umkreisen oder passieren zu lassen – im Gegensatz zu klassischen Inszenierungen, bei denen sich der Chor vor den Zuschauern aufbaut. Nach jedem Chorauftritt gibt es längere Pausen, damit die Leute die leeren Räume auch in aller Ruhe erkunden können.

Den Abschluss dieser ungewöhnlichen Sonntagsbegehung bildet die gemeinsame Performance aller Chöre: Zusammen werden diese vielen Stimmen das Kraftwerk mit drei Werken von und nach Gunnar Eriksson, Marc’Antonio Ingegneri und Eric Whitacre zum Klingen bringen und damit die in Berlin beheimatete Stimmvielfalt exemplarisch ausloten.

Trotz der Präsenz der Berliner Chöre ist ‚Menschen am Sonntag – Stimmen im Kraftwerk Berlin‘ nicht als konzertales Ereignis im eigentlichen Sinne zu verstehen, sondern vielmehr als
musikalisch untermalte Entdeckungstour in einer Stadt, die für ihre Orte, Räume und Locations berühmt ist. So treten die Organisator/innen den Beweis an, dass es auch mehr als 25 Jahre nach dem Mauerfall noch möglich ist Räume neu zu erschließen. Da viele neue ‚Freiräume‘ nach ihrer Entdeckung und Vereinnahmung als Kulturorte nur noch durch Eintrittskarten zugänglich sind, möchte die Reihe „Menschen am Sonntag“ das Kraftwerk Berlin als besonderen Ort für einen Tag im Jahr öffentlich zugänglich machen.


Der Kammerchor JEUNESSE wurde im Herbst 1991 auf Initiative von Studierenden des
Bereiches Musikerziehung der Humboldt-Universität Berlin gegründet. Die Mitglieder verfügen
alle über eine musikalische Vorbildung bzw. jahrelange Chorerfahrung. Das Repertoire umfasst
weltliche und geistliche A-Cappella-Musik der letzten fünf Jahrhunderte sowie zeitgenössische
Werke. Weitere Informationen zum Chor finden Sie hier.

Entstanden aus dem ehemaligen, von Klaus Kühling gegründeten Hellersdorfer Jugendchor hat
sich Kammerchor Vocantare Berlin unter der Leitung von Nils Jensen 2016 neu aufgestellt.
Einige der Mitglieder sind schon seit 20 Jahren im Chor. Das Repertoire des Kammerchores
erstreckt sich von Palestrina bis Pärt und Bach bis Beach Boys. Weitere Informationen zum Chor finden Sie hier.

Das Junge Consortium Berlin wurde 2015 gegründet. Das Ensemble besteht aus ca. 30
Sänger*innen zwischen 16 und 26, die den gemischten A-Cappella-Chorklang für sich entdeckt
haben. Das Repertoire reicht dabei von der Renaissance (z.B. Johann Hermann Schein,
Heinrich Schütz) bis zu modernen, zeitgenössischen Werken (z.B. Alwin Michael Schronen,
Jake Runestad). Weitere Informationen zum Chor finden Sie hier.

Das Luisen-Vocalensemble ist ein Kammerchor mit knapp 20 Sänger*innen und besteht seit
1976 in wechselnden Besetzungen. Sein Repertoire umfasst Vokalmusik aller Epochen mit
Schwerpunkt auf der A-Capella-Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts und des Frühbarock.
Weitere Informationen zum Chor finden Sie hier.

Der ‚HXOS-Chor Berlin e.V. besteht seit April 2011. ‚Hxos (gesprochen „Ichos“) ist griechisch
und bedeutet „Klang“. Der ca. 30-köpfige Chor setzt sich aus musikbegeisterten
Laienmusiker*innen zusammen. Zum Repertoire des ‚HXOS-Chores zählen
verschiedensprachige geistliche und weltliche Stücke der Chormusik der Renaissance bis heute.
Weitere Informationen zum Chor finden Sie hier.

Der Neue Kammerchor Berlin wurde im Oktober 2016 gegründet. Der Chor setzt sich aus
chorerfahrenen Musikstudierenden der Universität der Künste Berlin,
ausgebildeten Sänger*innen und weiteren Mitgliedern mit langjähriger Chorerfahrung
zusammen. Das Repertoire des Chores umfasst Werke unterschiedlicher Epochen: von Literatur
der Renaissance bis hin zu Chormusik der klassischen Moderne.
Weitere Informationen zum Chor finden Sie hier.

Sing along, Berlin! ist ein integratives und multikulturelles Chor Camp, das 2018 zum dritten Mal
am Ende der Berliner Sommerferien stattfindet. Da sich Thema und Ort der Camps immer
unterscheiden, variiert die Besetzung des Chores zwischen 100 und 200 Leuten. Dabei singen
sie alles von mehrstimmigen internationalen Liedern über klassische Chorsätze und
Arrangements bis zu experimentellen Improvisationen und Gesängen aus unterschiedlichen
Kulturen. Weitere Informationen zum Chor finden Sie hier.


Die Projektleitung übernimmt Heiner Mühlenbrock, der von 1978 bis 1982 an der Deutschen Film- und Fernseh Akademie Berlin (DFFB) studierte. Mit dem Film „OKAY OKAY – The Modern Dance“, den Heiner Mühlenbrock 1980 gemeinsam mit seinem DFFB-Studienkollegen Christoph Dreher präsentierte, entstand einer der wichtigsten Beiträge zum Berliner „New Wave“: Ein Film – der bis heute weltweit tourt. Der Film „DEUTSCHLANDBILDER“ 1983, der in Zusammenarbeit mit dem Dokumentarfilmer Hartmut Bitomsky entstand, und Mühlenbrocks erster Spielfilm „DIE STADT“ mit Nick Cave von 1985 haben ihre Premiere bei den Berliner Filmfestspielen. 1988 entsteht sein zweiter Spielfilm „KEINE HAND WÄSCHT DIE ANDERE“ für das Kleine Fernsehspiel des ZDF. Nach weiteren Filmarbeiten war Heiner Mühlenbrock bis 2008 immer wieder auch als Drehbuchautor für TV-Serien bis hin zum „TATORT“ tätig. Dann folgten Fotoprojekte, die an den Ursprung seiner künstlerischen Laufbahn als Fotograf anknüpften.


Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen und Impressionen des Kraftwerks finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
12.08.2018
12:00 - 19:00

Köpenicker Straße 70
10179 Berlin

Telefon

  • 030 23 00 51 00

Email Adresse

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Beschreibung

U/S Jannowitzbrücke
U Heinrich-Heine-Straße

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