Der Armreif mit Ohrclips, 1939, wurde von Coro Craft, dem größten Hersteller von Modeschmuck in Amerika, kreiert. Privatsammlung Gisela Wiegert, © Hartmut Springer, Gronau

Bijoux Bijoux! Modeschmuck von Chanel bis Dior

Meisterlicher Modeschmuck im Kunstgewerbemuseum

Ab dem 13. Oktober zeigt das Kunstgewerbemuseum Meisterwerke des Modeschmucks von 1930 bis 2007.

Die exklusive Schau beginnt mit den sachlichen Tendenzen der späten 1920er- und der frühen 1930er-Jahre sowie den verspielten Kreationen von Miriam Haskell und führt den Bogen zu kühn-kostbaren Paruren – das sind zumeist zueinander passende Ensembles – der Gegenwart. Es werden rund 500 Objekte ausgestellt – allesamt berühmte Entwürfe großer Modehäuser und namhafter Designer wie Christian Dior, Coco Chanel oder William de Lillo. Gisela Wiegert, eine der bedeutendsten deutschen Sammlerinnen von Modeschmuck, ist die Leihgeberin.

Kleidung und Schmuck sind von jeher eng miteinander verbunden und die­nen stetig der gegenseitigen Inspi­ration. Einst aus unedlen und halbedlen Materialien für die serielle und somit preisgünstige Produktion gefertigt, ist Modeschmuck heute zu einer unerlässlichen Ergänzung modischer Bekleidung geworden.


Wichtige Zentren waren bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts Idar-Oberstein und Gablonz, nach dem zweiten Weltkrieg Neugablonz, sowie Providence in den USA. Hier wurde und wird Schmuck in großen Produktionsstätten entworfen und auch gefertigt.

Coco Chanel war die erste Modeschöpferin, die die kreativen Möglichkeiten von Modeschmuck erkannte und ihn ab den frühen 1930er-Jahren gezielt als gestalterisches Element ihrer Kollektionen einsetzte. Andere Couturiers folgten und heute kreiert fast jedes große Modehaus Saison für Saison eine eigene Schmucklinie. Modeschmuck oder besser gesagt „Couture-Schmuck“ ist zu einem festen Bestandteil der Haute-Couture-Kollektionen geworden und entwickelt einen eigenen künstlerischen Anspruch, der ihn vom Vorbild des „echten“ Schmucks unterscheidet.

Die rund 500 Objekte der Ausstellung werden erstmals in Berlin zu sehen sein: Seit mehr als 30 Jahren sammelt die ie Leihgeberin Gisela Wiegert passioniert und kenntnisreich hochwertigen Modeschmuck und stellt die wichtigsten und schönsten Stücke ihrer opulenten Sammlung dem Kunstgewerbemuseum großzügig für die Ausstellung zur Verfügung.

Die Ausstellung gliedert sich in zwei Teile:

Ein Rundgang in der Modegalerie des Kunstgewerbemuseums zeigt in unmittelbarer Nachbarschaft die vielfältige Wechselwirkung von Schmuck und Mode und bietet mit Arbeiten von Coco Chanel, Coppola und Toppo, Eisenberg, Miriam Haskell, Kenneth J. Lane, William de Lillo, Pricharé, Trifari bis hin zu Elsa Schiaparelli, Vendôme und Albert Weiss einen einzigartigen Überblick über die Entwicklung des Modeschmucks in Europa und den USA von 1930 bis heute. Ein zweiter Ausstellungsteil widmet sich ausschließlich den Kreationen aus dem Haus Dior und zeigt, nach Jahrzehnten gegliedert, fulminante Ensembles von 1955 bis 2007.


Alles rund um die Ausstellung erfahren Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
13.10.2018 - 27.01.2019

Matthäikirchplatz
10785 Berlin

Telefon

  • 030-2 66 42 30 40

Webseite

Beschreibung

U und S Potsdamer Platz
Bus: M29, M41, M48, M85

» Route auf Google Maps anzeigen