Die französische Mezzosopranistin Clémentine Margaine singt die weibliche Hauptrolle in "Le Prophète"; Foto: © Dario Acosta

Le Prophète

Neuinszenierung mit Starbesetzung

Sie hatten vor, das Reich Gottes auf Erden zu schaffen, und brachten Tod und Terror: Die Geschichte vom Aufstieg und Untergang der Herrschaft, die die protestantische Sekte der Wiedertäufer 1535 im westfälischen Münster errichtete, bildet den Hintergrund der Oper Le Prophète von Giacomo Meyerbeer. Auch nach fast 500 Jahren ist das Thema beängstigend aktuell. Doch diese 1849 uraufgeführte Oper, mit der Meyerbeer an den Welterfolg seiner ‘Hugenotten’ anknüpfen konnte, ist nicht nur ein großes Historiendrama, das mit enormem orchestralem Farbenreichtum und zündender Melodik – beispielsweise im Krönungsmarsch oder dem beliebten Schlittschuhläufer-Ballett – ausgemalt wird. Das Werk ist zugleich auch psychologische Studie einer Mutter-Sohn-Beziehung, die in der Opernliteratur einzigartig ist. Der Gastwirt Jean de Leyde, der sich aus Protest gegen die Herrschaft der katholischen Obrigkeit an die Spitze dieser extremistischen Sekte stellt, und seine Mutter Fidès sind zwei faszinierende Charaktere, die der Komponist mit den Mitteln des dramatischen Belcanto-Gesangs gestaltet.

In der Neuinszenierung von ‘Le Prophète’, mit der die Deutsche Oper ihren erfolgreichen Meyerbeer-Zyklus abschließt, werden diese Partien von der Mezzosopranistin Clémentine Margaine und dem Startenor Gregory Kunde interpretiert. Die Premiere am 26. November ist zugleich auch das Berliner Opern-Debüt des Regisseurs Olivier Py, dessen Produktion von ‘Les Huguenots’ in Brüssel von der ‘Opernwelt’ zur Aufführung des Jahres gewählt wurde.


Weitere Informationen sind hier zu finden.

Veranstaltungsdaten:
26.11.2017 - 07.01.2018

Bismarckstraße 35
10627 Berlin [ Charlottenburg ]

Telefon

  • (030) 343 84 343

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