Ilse Heller-Lazards Gemälde „Interieur mit offenem Fenster“, ca. 1930. Foto: © Das Verborgene Museum

Künstlerinnen im Dialog

Freiheit der Formen, Kühnheit der Farben – bis 11.8. im Verborgenen Museum

Der Zugang zu den Kunst-Akademien war für Frauen in Deutschland bis zur Gründung der Weimarer Republik 1919 verschlossen. Die Studenten konnten an Wettbewerben teilnehmen, Stipendien beantragen, Studienaufenthalte im Ausland wahrnehmen und sich um Auszeichnungen bewerben. Diese Chancen hatten die Studentinnen der privaten Malschulen nicht. Sie waren auf finanzielle Unterstützung der Eltern, auf Erbschaften oder auf Nebentätigkeiten wie das erniedrigende Modellstehen angewiesen.

Der deutsch-lettische Maler Johann Walter-Kurau, der ab 1906 in Dresden und von 1917 bis 1932 in Berlin eine Malschule geführt hat, war bei den Malerinnen besonders beliebt, weil er sie auf dem schwierigen Weg der Professionalisierung unterstützt hat. Neben Landschaften und Portraits von Else Lohmann (1897-1984), Minna Köhler-Roeber (1883-1957), Ilse Heller-Lazard (1884-1934), Elisabeth von Schulz (1884-1968) und Bettina Encke von Arnim (1895-1971), die alle für eine bestimmte Zeit bei Johann Walter-Kurau in Dresden bzw. in Berlin studiert haben, werden Gemälden von Käthe Loewenthal (1878-1942), Augusta von Zitzewitz (1880-1960), Else Hertzer (1884-1978), Martel Schwichtenberg (1896-1945), Grethe Jürgens (1899-1981) u.a. gezeigt.

In visuellem Kontrast zu diesen bunt-farbigen Malereien werden die Schwarz-Weiß-Fotografien sogenannter Poupée-Portraits der aus Smolensk stammenden Malerin Marie Vassilieff (1884-1957) gezeigt, die in Paris arbeitete. Anders als in Deutschland hatten Künstlerinnen in Frankreich bereits Ende des 19. Jahrhunderts Zugang zur staatlichen École des Beaux Arts und besuchten auch die zahlreichen privaten Lehranstalten.


Eintritt: € 3,-, ermäßigt € 1,50. Geöffnet: Do., Fr. 15-19, Sbd., So. 12-16 Uhr.

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Veranstaltungsdaten:
11.04.2019 - 11.08.2019

Schlüterstraße 70
10625 Berlin [ Charlottenburg ]

Telefon

  • (030) 3 13 36 56

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Beschreibung

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Busse: X34, M49