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Komische Oper im April

Von Calixto Bieito bis Barrie Kosky

In seiner nunmehr siebenten Inszenierung in der Behrenstraße vereint Calixto Bieito zwei Meisterwerke des 20. Jahrhunderts, die beide im Jahre 1918 uraufgeführt wurden und doch unterschiedlicher nicht sein könnten, zu einem Doppel-Opernabend. Schwarze, italienische Komödie trifft auf ungarisches Psychodrama, der melodientrunkene Giacomo Puccini auf den symbolistisch-abgründigen Béla Bartók. Gianni Schicchi und Herzog Blaubarts Burg haben wenig gemein, doch in beiden Opern geht es um menschliche Abgründe – profane Verstrickungen aus Habgier einerseits und das intime Seelenleben andererseits. Ab 5. April ist die ungewöhnliche Kombination der zwei  gegensätzlichen Kurzopern unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Henrik Nánási mit Günter Papendell, Ausrine Stundyte und mit Gidon Saks wieder zu erleben.

Am 19. April hat Arnold Schönbergs Opus magnum Moses und Aron in einer opulenten Inszenierung mit fast zweihundert Darstellern Premiere. Aus dem jahrtausendealten Schatz jüdischer Bildwelten schöpfend, bringt Barrie Kosky den Exodus der Israeliten als Parabel des suchenden Menschen schlechthin auf die Opernbühne. Der russische Dirigent Vladimir Jurowski kehrt für diese Großproduktion zum 70. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz an die Komische Oper zurück. Ab 23. April steht Odysseus, Teil 2 von Barrie Koskys gefeierter Monteverdi-Trilogie, wieder auf dem Spielplan – mit Günter Papendell in der Titelpartie und Ezgi Kutlu als seine Gemahlin Penelope. Den Taktstock führt André de Ridder.

Hervorgehobene Stücke im Text: Direktlink zur Ticketbuchung oder hier.

Aus dem You Tube Kanal der Komischen Oper:

Veranstaltungsdaten:
25.03.2015 - 30.04.2015

Behrenstraße 55
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 47 99 74 00

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