Max Hopp als Milchmann Tevje in Barrie Koskys Erfolgsinszenierung des Musicalklassikers. Foto: © Iko Freese/drama-berlin.de

Komische Oper Festival

Festwoche mit den Neuproduktionen dieser Saison

Die Spielzeit wird in der Behrenstraße mit dem ‘Komische Oper Festival’ beendet, einer Festwoche, in der die Neuproduktionen dieser Saison an sechs aufeinanderfolgenden Tagen, vom 10. bis 15. Juli, hintereinander zu erleben sind. So gibt das Haus den Besuchern vor der Sommerpause die Gelegenheit, das Verpasste nachzuholen oder das Liebgewonnene noch einmal in geballter Ladung zu wiederholen.

Einführungsvorträge der Dramaturgie, Musik in kleiner Besetzung als Einstimmung vor der Aufführung und in den Pausen, im Anschluss eine spannende Diskussion mit Beteiligten der Inszenierung sowie einem Special Guest aus 70 Jahren Komische Oper: Feiern Sie mit dem Haus den Abschluss der Jubiläumsspielzeit. Es erwartet Sie eine Woche Opernrausch.

Allein vier Inszenierungen des Intendanten und erfolgreichen Chefregisseurs Barrie Kosky werden in der Festivalwoche gezeigt, darunter Georg Friedrich Händels Oratorium ‘Semele’ mit Barock-Spezialist Konrad Junghänel am Pult. Faust-Preis-Gewinnerin Nicole Chevalier, die zuletzt in ‘Les Contes d’Hoffmann’ und als ‘Die schöne Helena’ die Köpfe der Männer- und Damenwelt verdrehte, betört nun als Semele den Göttervater selbst. Als Jupiter glänzt mit schmelzend-weichem Tenor Allan Clayton.

Mit seiner leisen, dennoch spannungsgeladenen Aufführung von Claude Debussys lyrischem Musikdrama ‘Pelléas et Mélisande’ mit Nadja Mchantaf und Dominik Köninger als Titelpaar sowie Günter Papendell als Golaud ist Barrie Kosky ein Inszenierungscoup gelungen.

Nach seiner triumphalen ‘West Side Story’ hat Barrie Kosky erstmals seit 1988 eines der erfolgreichsten Musicals der Welt zurück auf die Bühne in der Behrenstraße gebracht: Jerry Bocks berühmtes Meisterwerk ‘Anatevka’. Mit mehr als 500 Aufführungen ist die legendäre Inszenierung Walter Felsensteins, Gründer und Intendant bis 1975, in die Annalen des Hauses eingegangen. Nun begeistert der Musicalhit mit Max Hopp als der Milchmann Tevje und Dagmar Manzel als dessen resolute Ehefrau.

Den Reigen der Inszenierungen Barrie Koskys beschließt die aktuelle Produktion ‘Die Nase’ (Premiere 16.6.), eine groteske Erzählung von Nikolai Gogol in der Vertonung von Dmitri D. Schostakowitsch mit Günter Papendell in der Rolle des eitlen Kollegienassessors Kowaljow, der eines Morgens ohne seine Nase aufwacht.

Mit Calixto Bieitos Inszenierung von Schrekers Opernwerk ‘Die Gezeichneten’ und Jacques Offenbachs Operette ‘Blaubart’ unter der Regie Stefan Herheims sind weitere eindrucksvolle Neuproduktionen zu erleben. Am 8. Juli begeistert die Mezzosopranistin Karolina Gumos letztmalig in dieser Saison als Titelheldin in Georges Bizets Oper ‘Carmen’. Sebastian Baumgarten hat die Geschichte um die freiheitsliebende Carmen und Don José, der sich mit Leib und Seele vom Hurrikan der Liebe tragen lässt, in die heutige Zeit versetzt.


Alle weiteren Infos finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
10.07.2018 - 15.07.2018

Behrenstraße 55
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 47 99 74 00

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