Komische Oper Berlin

Anfangs sollte Leonard Bernsteins Version von Shakespeares Drama ‘Romeo und Julia’ ja ‘East Side Story’ heißen und die Konflikte zwischen Juden und Katholiken in New York thematisieren. Doch die südamerikanischen Rhythmen inspirierten ihn so, dass er die im Grunde ort- und zeitlose Geschichte von der Lower East Side in den Westen verlegte und West Side Story nannte. Songs wie ‘I like to be in America’ oder ‘Maria’ sind inzwischen Klassiker geworden. Zwei verfeindete Banden unterscheiden sich eigentlich in nichts – die einen sind eingewanderte Puertoricaner, die anderen fühlen sich als Amerikaner, weil sie in den Vereinigten Staaten geboren wurden. Und doch ist die jeweilige Zugehörigkeit die einzige Existenzberechtigung für die jungen Leute, die nicht viel mehr zu verlieren haben als ihr Gesicht. Wenn es da zwei wagen, die verbissen verteidigte Abgrenzung einfach so über den Haufen zu werfen, bedeutet das viel mehr als ein kleines Techtelmechtel … Barrie Koskys Inszenierung hat am 24.11. Premiere.

Nach dem großen Erfolg der ‘Bajadere’ im letzten Jahr steht ab 22.12. mit der Operette Die Herzogin von Chicago ein weiteres Juwel aus der Feder Emmerich Kálmáns als großes Weihnachtshighlight auf dem Spielplan. Im Gefolge von Mary Lloyd aus Chicago ist eine Amerikanerin mit festem Wohnsitz in Berlin: Die Entertainerin Gayle Tufts führt charmant – und auf ‘Denglish’ – durch die Geschichte, in der Charleston versus Csárdás, Money versus Monarchie und American Way of Life versus ungarisches Traditionsbewusstsein stehen.

Veranstaltungsdaten:
01.12.2013
Ganztägig

Behrenstraße 55-57
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • 030 47 99 74 00

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Beschreibung

U/S Brandenburger Tor

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