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Komische Oper Berlin: Carmen

Kriminalthriller in den Ruinen einer heutigen Welt

Sinnlich, offensiv und jenseits jeder bürgerlichen Moral: Georges Bizets fatale Dreiecksgeschichte „Carmen“ konnte bei ihrer Uraufführung im Jahr 1875 in der Pariser Opéra Comique nur Empörung hervorrufen. Etliche Jahre fristete sie daher ein Schattendasein – heute unvorstellbar, schließlich gilt sie inzwischen als berühmteste Oper überhaupt. Banal und existenziell zugleich ist die Geschichte der Begegnung von Carmen und Don José, an deren Ende der unvermeidlich-tragische Mord steht.

Carmens absoluter Freiheitswille, ihre Bereitschaft, Beziehungen nur auf der Grundlage völliger Unabhängigkeit und Gleichberechtigung einzugehen, machen sie für Don José zu einem unwiderstehlichen Objekt der Begierde. Ihren grenzenlosen Freiheitswillen jedoch erträgt er nicht. Seinem Begehren völlig ausgeliefert, muss er sie am Ende auslöschen und sich selbst mit ihr …

Die Verwicklungen des Soldaten Don José, der sich mit Leib, Seele und Eifersucht vom Hurrikan der Liebe tragen lässt, inszeniert Sebastian Baumgarten als Kriminalthriller in den Ruinen einer heutigen Welt, gezeichnet von Armut, Krise, Tod – und doch durchzogen von unbändigem Lebenswillen.

„Carmen“ ist ab dem 23. Juni in der Inszenierung von Sebastian Baumgarten mit Karolina Gumos in der Titelpartie wieder an der Komsichen Oper zu sehen. Weitere Vorstellungen folgen am 27. Juni, 2., 5. und 8. Juli 2018.


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Veranstaltungsdaten:
23.06.2018 - 08.07.2018

Behrenstraße 55-57
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • 030 47 99 74 00

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