Till Wonka spielt den um Aufrichtigkeit ringenden Lehrer in der Adaption von Horváths „Jugend ohne Gott“. Foto: ©Esra Rotthoff

Ödön von Horváths „Jugend ohne Gott“

Premiere am 12.4. im Maxim Gorki Theater

Am 12.4. hat Nurkan Erpulats Inszenierung von Ödön von Horváths 1937 erschienenem Roman „Jugend ohne Gott“ Premiere. Erpulat, Hausregisseur am Gorki, befragt den Stoff auf seine Gegenwärtigkeit. Die Autorin Tina Müller recherchierte dafür einzelne Motive neu und ließ sie in ihre Bearbeitung der Romanvorlage einfließen. Dem für die Inszenierung eigens zusammengesetzten jungen Ensemble wird Till Wonka als Lehrer gegenübergestellt. Auf der Basis von „Jugend ohne Gott“ fragen sie sich,welche Werte ihnen wichtig sind, von welchen Normen sie und die Gesellschaft heute geprägt sind. Und wie sich der Einzelne sieht und sich behaupten kann.

Ödön von Horváths Roman ist die hellsichtige Analyse einer Gesellschaft, an der sich Werte-, Norm und Moralverschiebung feststellen lassen. Der Autor zeichnet am mikrokosmischen Abbild einer Schulklasse die allmähliche Veränderung eines politischen wie auch gesellschaftlichen Systems, das sich in der Schule – dem Ort der Gesellschaftsbildung – manifestiert und an den Schülern offensichtlich zu Tage tritt. Horváths Lehrer ist kein Held, ist keiner, der sich seiner Sache sowie sich selbst gewiss ist, vielmehr ist er jemand, den die Beobachtungen seiner Schüler an sich und der Gesellschaft zweifeln lassen. Er ringt mit sich und versucht, sich in einer von Verrohung bedrohten Gesellschaft als aufrichtiger Mensch zu behaupten.

Außerdem in der Besetzung: Yusuf Çelik, Lara Feith, Denis Geyersbach, Felix Kammerer, Eren Kavukoğlu, Tiffany Köberich, Helena Simon, Theo Threbs


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Veranstaltungsdaten:
13.04.2019 - 26.04.2019

Am Festungsgraben 2
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 20 22 11 15

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