Damir Avdic, Jörg Hartmann und Alina Stiegler in Thomas Ostermeiers Neuinszenierung von „Jugend ohne Gott“. Foto: © Arno Declair

Ödön von Horváths „Jugend ohne Gott“

Premiere der Ostermeier-Inszenierung bis 12.9. in der Schaubühne

Nach seiner Inszenierung von „Italienische Nacht“ widmet sich Thomas Ostermeier mit der Adaption des Romans „Jugend ohne Gott“ zum zweiten Mal in kürzerer Folge einem Text von Ödön von Horváth aus den 1930er Jahren, der den Zusammenbruch der Demokratie und der Zivilgesellschaft zum Thema hat.

Im Jahr 1937 in einem Amsterdamer Exilverlag auf Deutsch veröffentlicht, wurde sein Roman auf Anhieb international berühmt – als eine Darstellung der gesellschaftlichen Mechanismen unter der NS-Diktatur. Dennoch werden im Text weder Zeit, Ort noch Machthabende explizit benannt. So weist der Roman zugleich parabelartig über seinen historischen Kontext hinaus.

Alltag an einem Provinzgymnasium in totalitären Zeiten. Die rechtsextreme Partei ist an der Macht und schwört das Volk auf einen kommenden Krieg ein. Mit einem Mal soll der Geschichtslehrer der Schule eine Ideologie lehren, die er zwar ablehnt, aus Angst aber nicht kritisiert. Als er es wagt, die hetzerisch-rassistischen Ausfälle in einem Aufsatz zu bemängeln, fallen Eltern und Schüler über ihn her. Die Premiere fand im Juli bei den Salzburger Festspielen statt, am 6.9. ist die Inszenierung erstmals an der Schaubühne zu erleben.


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Veranstaltungsdaten:
06.09.2019 - 12.09.2019
20:00

Kurfürstendamm 153
10709 Berlin [ Wilmersdorf ]

Telefon

  • Karten: (030) 89 00 23

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Beschreibung

U Adenauer Platz
Bus: M19, M29

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