© Arno Declair

Ibsens Nora – im postmodernen Gewand

Der Emanzipations-Klassiker im Deutschen Theater

Nora ist seit Jahren mit Torvald Helmer verheiratet, der gerade zum Leiter einer kommunalen Bankfiliale ernannt wurde. Doch dieser Karrieresprung ist gefährdet. Nora hat vor einigen Jahren die Unterschrift auf einem Schuldschein gefälscht und ihren Mann damit vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Als Torvald davon erfährt, reagiert er mit Beschimpfungen und Furcht, obwohl er weiß, dass Nora aus Liebe zu ihm gehandelt hat. „Ich muss herauskriegen, wer Recht hat, die Gesellschaft oder ich.“ Am Schluss von Ibsens 1879 erschienener ‚Nora‘ verlässt die Protagonistin ihren Ehemann und die gemeinsamen Kinder – eine Urszene der Emanzipation.

Der Regisseur und Autor Armin Petras hat Ibsens Stück im Auftrag des Deutschen Theaters überschrieben. Seine Protagonisten leben in einer marktgesteuerten Welt der Selbstoptimierung und der permanenten Überprüfung individueller Eigenschaften, einer Welt, in der die romantische Konstruktion der Ehe nur eine mögliche Beziehungsvariante ist. Bei Petras endet das Stück mit Helmers Worten an Nora: „Du verstehst die Gesellschaft nicht.“

Karten gibt es schnell und einfach direkt bei uns im Shop.

Veranstaltungsdaten:
17.12.2015 - 16.01.2016

Schumannstraße 13
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 2 84 41-225

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