Ausstellungsansicht "Hinter der Maske. Künstler in der DDR" im Museum Barberini, Foto: Helge Mundt; © Museum Barberini (Detail)

Hinter der Maske – Künstler in der DDR

Potsdamer Haus zeigt umfassende Schau zur Kunst in der DDR

In der ersten Ausstellung zu seinem Sammlungsschwerpunkt Kunst in der DDR nimmt das Museum Barberini die Selbstdarstellung von KünstlerInnen in den Blick. Die Schau zeigt die Vielgestaltigkeit der künstlerischen Selbstbehauptung, die KünstlerInnen in einem Staat fanden, der der Kunst eine politische und erzieherische Funktion zuschrieb und sie reglementierte. Doch macht die Ausstellung nicht die politischen Bedingungen zu ihrem Ausgangspunkt, sondern richtet den Blick auf die künstlerische Selbstwahrnehmung und -inszenierung. Dabei arbeitet sie heraus, wie konkret das Kunstschaffen in der DDR in der europäischen Bildtradition stand und verknüpft es so mit der Kunstgeschichte.

Ausgehend vom eigenen Bestand, aus dem zehn Arbeiten gezeigt werden, versammelt die Schau mehr als 100 Werke (Malerei, Fotografie, Grafik, Collage und Skulptur) von 80 KünstlerInnen. Zahlreiche Leihgaben stammen aus Museen, Galerien und privaten Archiven (u.a. aus Altenburg, Moritzburg, Berlin, den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden, dem Museum der bildenden Künste Leipzig sowie der Tübke Stiftung Leipzig).

Unter den ausgestellten Werken befinden sich unter anderem Arbeiten von Karl-Heinz Adler (*1927), Gerhard Altenbourg (1926–1989), Strawalde (Jürgen Böttcher) (*1931), Hartwig Ebersbach (*1940), Hermann Glöckner (1889–1987), Hans-Hendrik Grimmling (*1947), Ulrich Hachulla (*1943), Bernhard Heisig (1925–2011), Wolfgang Mattheuer (1927–2004), Harald Metzkes (*1929), Michael Morgner (*1942), A. R. Penck (1939–2017), Stefan Plenkers (*1945), Evelyn Richter (*1930), Arno Rink (*1940), Theodor Rosenhauer (1901–1996), Willi Sitte (1921–2013), Werner Tübke (1929–2004), Elisabeth Voigt (1893–1977), Dieter Weidenbach (*1945), Trak Wendisch (*1958) und der Künstlergruppe Clara Mosch.

Kuratiert wurde die Ausstellung von Valerie Hortolani und Michael Philipp.

Parallel zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR zeigt das Museum Barberini als dokumentarische Präsentation die so genannte Galerie aus dem Palast der Republik. Die 16 großformatigen Bilder können als Zeugnis der 1971 ausgerufenen staatlichen Leitlinie „Weite und Vielfalt“ betrachtet werden. Vor dem Hintergrund dieser staatlichen Repräsentationskunst wird umso deutlicher, wie reich das Kunstleben in der DDR war, das sich jenseits davon entfaltete und in der Schau Hinter der Maske zu sehen ist.


Weitere Informationen sind hier zu finden.

Veranstaltungsdaten:
29.10.2017 - 04.02.2018

Humboldtstraße 5–6
14467 Potsdam

Telefon

  • (0331) 23 60 14-499

Email Adresse

Webseite

Beschreibung

S Potsdam Hauptbahnhof

» Route auf Google Maps anzeigen