Heiner Müller und Ginka Tscholakowa, New York, Oktober 1975. Foto: © Akademie der Künste, Heiner-Müller-Archiv

Heiner Müllers Entdeckung von Amerika 1975/76–1978

Symposium am 17. und 18.1. in der Akademie der Künste

Heiner Müller bereiste gemeinsam mit Ginka Tscholakowa 1975/1976, eingeladen als Writer in Residence von der University of Texas at Austin, und nochmals 1978 den amerikanischen Kontinent: Texas, die Westküste, den Süden, Mexiko und Puerto Rico. Seine Beobachtungen der amerikanischen Gesellschaft schlagen sich vielfältig in Texten nieder; Eindrücke von Ungleichheit und Gewalt, aber auch das überwältigende Erlebnis der Landschaft wurden zu einem seine dramatische Sprache formenden Stoff.

Mit Berichten, Filmen, Lesungen, Gesprächen zeichnet das Symposium am 17. Januar in der Akademie der Künste die Chronologie dieser Reisen nach und erlaubt zugleich eine neue Entdeckungsreise ins Innere des Werks, anhand von Motiven und Textlandschaften aus „Mauser“ und der nach Amerika geschriebenen Stücke „Lessings Schlaf Traum Schrei“, „Die Hamletmaschine“ und „Der Auftrag“.

Es fragt nach der Aktualität von Müllers Blick auf Amerika, auch im Verhältnis zu Sichtweisen der damals westdeutschen und der heute vereinten deutschen Gesellschaft. Künstlerische Impulse der Reisen stehen am Anfang von Heiner Müllers späterem Welterfolg. Zum Auftakt berichtet Robert Wilson von ihrer Zusammenarbeit, die mit „Civil warS“ 1984 und „Hamletmaschine“ 1986 begann.


Eintritt: € 6,-, ermäßigt € 4,-.

Weitere Informationen und Karten finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
17.01.2020 - 18.01.2020

Hanseatenweg 10
10557 Berlin [ Tiergarten ]

Telefon

  • (030) 2 00 57-2000

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Beschreibung

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Bus: 106

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