Foto: Bettina Stöß

Giacomo Puccinis La Bohème

Deutsche Oper Berlin

Weihnachten in Paris. Das erste und zweite Bild von Giacomo Puccinis Oper La Bohème spielen an einem Weihnachtsabend, zunächst in einer Mansardenwohnung, später im oder vor dem Café Momus. Der Roman ‘Scènes de la vie de bohème’ von Henri Murger, der dem Libretto zugrunde liegt, erschien 1851. Er ging aber auf Kurzgeschichten zurück, die ab 1845 im Feuilleton erschienen waren, sowie auf ein Stück aus dem Jahre 1849. Murger beschrieb darin die eigene Lebenssituation als Künstler in prekären Verhältnissen der Vormärz-Zeit.

Würde alles so idyllisch bleiben wie in den ersten beiden Bildern, so passten die karierten Hosen des Biedermeier recht gut dazu – so wie man es über Jahrzehnte auf Bühnen gesehen hat. Nun ist die Musik von Puccini aber eine Musik der aufkommenden Moderne und nicht des Biedermeier. Die Inszenierung von Götz Friedrich nimmt die Uraufführungszeit dieser Oper 1896 als Ausgangspunkt. Damit kommt auch ein möglicher Ort für das zweite Bild ins Spiel, der um 1830 noch nicht existiert hätte: eine Galerie aus Stahl und Glas, wie sie gegen Ende des Jahrhunderts in den europäischen Städten errichtet wurde – vor allem natürlich in Mailand, wo Puccini und seine Librettisten selbst als Studenten gelebt hatten: die Galleria Vittorio Emanuele. Bühnenbild und Kostüme von Peter Sykora zeichnen sich durch einen ungewöhnlichen Detailreichtum aus. Es lohnt sich, genau hinzuschauen. Die Premiere fand am 25.12.1988 an der Deutschen Oper statt. Auch in diesem Jahr steht diese Inszenierung im Weihnachtsmonat auf dem Spielplan.

Termine und Anfangszeiten unter (030) 343 84 343 oder bei der Deutschen Oper. Karten gibt es direkt bei uns im Shop.

Veranstaltungsdaten:
04.12.2015 - 31.12.2015

Bismarckstraße 35
10627 Berlin [ Charlottenburg ]

Telefon

  • (030) 343 84 343

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