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Georges Bizets „Die Akte Carmen“

Neuköllner Oper

Ab 22. August zeigt die Neuköllner Oper wieder ihre ganz eigene Interpretation von Georges Bizets weltberühmter Oper „Die Akte Carmen“. Sie erzählt von der größten, schönsten und auch gefährlichsten Kraft im Menschen. José liebt Carmen und verlässt seine Welt für sie. Begehren und Verlangen schlagen um in Besitzenwollen. Carmen ist traumhaft schön, eine Fremde, ohne gültige Papiere. Er folgt ihr und ermordet sie.

Vielleicht tötet der Polizist José nicht nur die eigenwillige Frau, sondern auch das Fremde, das sich nicht unterordnen lässt. In der Neufassung von David Mouchtar-Samorai und Bernhard Glocksin erzählt ein junges engagiertes Ensemble die Geschichte auf Basis von Recherchen – nah am Original, nah unserer Wirklichkeit. Ein Polizist tötet eine Illegale am Grenzzaun unserer Gesellschaft, dort, wo sich entscheidet, wer drinnen ist und wer draußen bleiben muss.

Die Zigeuner und Schmuggler aus „Carmen“ könnten heute Roma und Sinti sein, meist aus Bulgarien oder Rumänien. In Berlin leben etwa 50.000 Menschen jedweder Herkunft ohne Papiere. Gefühle kochen hoch, die sich in Fremdenhass entladen. Neukölln ist ein Kulminationsort der „Schattenbürger“ und ihres Ringens um Aufnahme und Legalität.

Veranstaltungsdaten:
22.08.2015 - 26.09.2015

Karl-Marx-Straße 131
12043 Berlin [ Neukölln ]

Telefon

  • Karten: (030) 68 89 07 77

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Beschreibung

U Karl-Marx-Straße
S Neukölln

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