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Furioses Abschiedsdinner

Komödie am Ku'damm

Was soll man tun, wenn man eine Freundschaft beenden will, die nur noch eine Verpflichtung ist? Man gibt ein „Abschiedsdinner“. In der Komödie von Matthieu Delaporte & Alexandre de la Patellière laden Peter und seine Frau Katja ihren langjährigen Freund Anton dazu ein – ohne dass er weiß, wozu er gebeten wird. Der Abend verläuft aber ganz anders, als ihn sich die Gastgeber vorgestellt haben. Ein großartiger Publikumsspaß voller Sprachwitz mit rasanten Dialogen und bitterbösem Humor.

Ein pointenreicher Komödienspaß

Der Regisseur Jürgen Wölffer hat das Stück des erfolgreichen französischen Autorenduos mit Ingolf Lück als Anton, Rebecca Immanuel als Katja und René Steinke als Peter brillant in Szene gesetzt. Die Idee, alte Freunde durch ein gemeinsames Abendessen loszuwerden, wie es in ihren Kreisen üblich geworden ist, gefällt Katja und Peter. Sie beschließen, diese Methode sofort auszuprobieren, und wählen als erste Bea und Anton aus. Alles wird ganz besonders arrangiert und steht bereit für den letzten gemeinsamen Abend: die Musik, der Wein, ihr Lieblingsessen. Doch Anton kommt  ohne Bea. In gewohnt egozentrischer Weise berichtet er von seinem gerade verstorbenen Analytiker, dem Plan, ein Kind zu adoptieren, und seiner Beziehung zu Bea. Von Peter, der selbst Vater ist, benötigt er für die Adoption ein Empfehlungsschreiben. Plötzlich beginnt Anton über das Thema „Abschiedsdinner“ zu sprechen – und Peter und Katja sind entsetzt: Was ist, wenn Anton etwas ahnt? Zu spät!

Über den Wert von wahrer Freundschaft

Anton hat den wahren Grund der Einladung längst erkannt. Er findet die Vorgehensweise, sich klammheimlich von seinen langjährigen Freunden zu verabschieden, abscheulich und feige. Er ist zunächst geschockt, möchte die Freundschaft dennoch retten und schlägt vor, eine Art Therapiestunde abzuhalten. Es folgt ein genialer Schlagabtausch der beiden alten Kumpel Peter und Anton, die sich im Verlauf dieses Abends nichts schenken und alles aus dem Nähkästchen holen, was sie sich in den langen Jahren ihrer Freundschaft nie gesagt haben. Rasant und gnadenlos schaukeln sich die beiden unter der Beobachtung von Katja gegenseitig hoch, bis am Ende eine Handvoll Erdnüsse die kathartische Läuterung bringt. Die Autoren beleuchten in ihrer 2014 in Paris uraufgeführten Komödie die verschiedenen Seiten dieser in der letzten Zeit sehr in Mode gekommenen Freundschaftsoptimierung und stellen die Frage, ob es Sinn macht, sich aus der Wohlfühlzone hinauszubegeben und sich erneut auf Menschen einzulassen, die man gut zu kennen glaubt. Wie schon in ihrem ersten Erfolgsstück „Der Vorname“ decken die Autoren, die in Frankreich auch durch ihre Drehbücher für Film & Fernsehen berühmt geworden sind, mit Witz und großem Feingefühl die unter der Oberfläche heftig brodelnden Befindlichkeiten auf. In Zeiten, in denen jeder mit jedem befreundet sein möchte, fragen sie nach dem Wert von wahrer Freundschaft und welche Rolle Freunde in unserem Leben wirklich spielen.

Publikumsmagneten in Höchstform

Für großen Beifall und Amüsement sorgt das namhafte Ensemble bekannter TV-Stars. Der Schauspieler, Showmaster, Theaterregisseur und Entertainer Ingolf Lück gibt seinem Affen als indignierter Exzentriker reichlich Zucker, wenn er sehr zur Freude des Publikums den  treulosen Kumpel Peter – Ex-Action-Darsteller René Steinke („Alarm für Cobra 11“) – in einer verrückten Therapiesitzung zu Yogaübungen und Kleidertausch zwingt. Die Dritte im Bund, Rebecca Immanuel, bekannt durch TV-Serien wie „Die Eifelpraxis“, hat als Peters Gattin die Hosen an – und am Ende das letzte Wort. Bis 29. Januar begeistert die Inszenierung in der Komödie am Kurfürstendamm.


Eintritt: € 13,- bis € 47,-

Tickets: sind direkt in unserem Ticketshop erhältlich

Die genauen Spielzeiten finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
11.12.2016 - 29.01.2017

Kurfürstendamm 206/209
10719 Berlin [ Charlottenburg ]

Telefon

  • Karten: (030) 88 59 11 88

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