Dirigent und Pianist Wayne Marshall © Edgar Bramb Dirigent und Pianist Wayne Marshall © Edgar Bramb

Festival U.S.A.

Gendarmenmarkt goes Broadway

Was ist amerikanische Musik? In einem seiner berühmten „Young People‘s Concerts“ widmet sich Leonard Bernstein genau dieser Frage und beschreibt den Urknall in einem Satz: „Der Jazz war geboren und das veränderte alles.“ Natürlich trugen noch andere Einflüsse dazu bei, dass die junge Nation im 20. Jahrhundert ihre eigene Klangsprache entwickelte:  Die Kirchenmusik der Hymnen und Spirituals in „God’s own country“, die unterschiedlichen Klangtraditionen der Einwanderer aus der ganzen Welt in einem musikalischen „melting pot“ und nicht zuletzt die kollektive Erfahrung von endloser Weite und überwältigender Natur. Etwas zupackend vorwärtsgewandtes, offenes, aber auch sentimentales präge die amerikanische Mentalität, meint Bernstein und entdeckt diese Eigenheiten in der Musik wieder. Heute, fast 60 Jahre später, haben die Vereinigten Staaten in sämtlichen Musiklandschaften längst eine führende Stimme übernommen und mit ihrer entspannten Haltung zur ewigen Frage „E oder U?“ den Rest der Welt erfasst: „Let‘s enjoy it!“

Von Broadwayshow bis Filmmusik, von Minimal Music bis Jazz – bei diesem Festival holt das Konzerthaus Berlin mit Hilfe renommierter Künstler von beiden Seiten des Atlantiks den „melting pot“ der US-Klangkulturen an den Gendarmenmarkt.  Mit George Gershwin und Leonard Bernstein führt das Konzerthausorchester Berlin unter Wayne Marshall in die Welt glamouröser Broadwayshows. Und bei Chefdirigent Iván Fischer steht zum Ausklang des Festivals neben Gershwins berühmter „Rhapsody in Blue“ Minimal Music von Philip Glass und John Adams auf dem Programm. Bang on a Can’s Asphalt Orchestra bringt innovative Musik ins Late-Night-Konzert, das Ensemble Modern lässt Frank Zappas Orchester-Suite „The Yellow Shark“ und seine avantgardistische Minioper „The Adventures of Greggery Peccary“ aufleben. Für Familien hat sich das Konzerthaus dieses Mal etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ratte Remy, Clownfisch Nemo und Roboter Wall-E gehören zu den Helden der weltweit gefeierten Pixar-Animationsfilme. Zu mitreißenden Live-Soundtracks kann ein Wiedersehen mit den Leinwandfavoriten aus den Pixar-Studios gefeiert werden. Zur „Rush Hour“ sind nicht nur die Straßen in der Metropole New York dicht, sondern auch in Berlin. Anstelle von Stau und überfüllten U-Bahnen können sich die Zuhörer um 18.00 Uhr bei den Rush Hour Konzerten entspannen. Verschiedene Ensembles erfüllen dann das Konzerthaus mit Jazz-Klängen.


Konzerttickets und weitere Infos zum Festival sind hier zu finden.

Veranstaltungsdaten:
16.02.2017 - 26.02.2017

Gendarmenmarkt 2
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 2 03 09-21 01

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Beschreibung

U Stadtmitte
U Hausvogteiplatz
Bus: 100, 147, 200

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