Sing-Akademie zu Berlin, Foto: Matthias Heyde Sing-Akademie zu Berlin, Foto: Matthias Heyde

Ein deutsches Requiem

Berliner Dom

Wer das Requiem von Johannes Brahms einmal gehört hat, der vergisst es nicht mehr. Es prägt sich ein wie ein Wiegenlied oder Marsch. Wirkt unmittelbar auf den Herzschlag. Am 12. November ist das Stück im Berliner Dom zu hören: mit der Sing-Akademie zu Berlin und dem Staats- und Domchor unter der Leitung von Kai-Uwe Jirka. Als Solisten sind die Sopranistin Manuela Uhl von der Deutschen Oper Berlin und der Bariton Gyula Orendt mit von der Partie.

Was kaum bekannt ist: Dieses deutsche Requiem hat auch eine politische Dimension. Das deutsche Requiem, das heute gern als überzeitliches, allgemein menschliches gehört wird, entstand als ein Gesang auf die siegreichen preußischen Krieger. Brahms schrieb 1869 an seinen Freund Schubring: „Solltest Du nicht die politischen Anspielungen in meinem Requiem entdeckt haben? Gott erhalte fängts gleich an im Jahre 1866.“

Darum stellt die Sing-Akademie dem blechreichen Werk nicht grundlos das furiose Stück eines französischen Komponisten gegenüber: die Ionisation für sechzehn Schlagzeuger von Edgar Varèse, gespielt von der Schlagzeugklasse der Universität der Künste.

 Karten: Tel. 202 69 136 und in unserem Ticketshop.

Veranstaltungsdaten:
12.11.2014
20:00

Am Lustgarten 1
10178 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • 030 2 02 69-136

Webseite

Beschreibung

S Hackescher Markt
Tram: M4, M6
Bus: M48, 100, 200

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