Die Basilika des Bode-Museums bildet die Kulisse für "Die Passion". © SMB, Foto: Bernd Weingart

Die Passion

Die zeitlose Parabel im Bode-Museum

Achtung, Änderung! Krankheitsbedingt kann „Die Passion“ im Bode-Museum am 27., 28. und 30. März nicht szenisch realisiert werden. Stattdessen wird das Werk konzertant im Gobelinsaal des Bode-Museums aufgeführt. Die Anfangszeit ändert sich jeweils auf 16 Uhr (statt 19.30 Uhr). (Stand: 02.03.2018)


Musikalische Passionen waren zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine herausragende Musikgattung. Stilbildendes Werk war „Der für die Sünden der Welt sterbende und gemarterte Jesus“ nach dem Text des Barockdichters Barthold Heinrich Brockes mit der Musik des führenden deutschen Opernkomponisten seiner Zeit Reinhard Keiser (1712).

Händel hat den Text 1715 vertont, Johann Sebastian Bach hat diese Fassung eigenhändig abgeschrieben und sich zu seinen Passion inspirieren lassen. Im Gegensatz zu Bach sind hier keine Bibeltexte Grundlage, sondern eine freie Dichtung eines der führenden Dichter seiner Zeit. Im Stil hat man sich der Hamburger Oper und dem Oratorium angenähert, was eine szenische Darstellung nahe legt. Die Anlage ist dramatisch und die Figur des Christus der dominante Mittelpunkt. Das Werk wirkt in seiner kompakten Präsenz durchaus modern. Die Einrichtung basiert auf der Händelschen Fassung, wichtige Passagen sind von Keiser mit übernommen.

Der Prolog zeigt die „Geschichte rückwärts“ von Hiroshima bis zum Brand Roms dem historischen Zeitpunkt der Passion. Christus als zentraler Figur ist hier ein Widersacher (u.a. Judas, Kaiphas, Pilatus) als Gegenpol gegenübergestellt. Die Menge ist gesichtslos dargestellt, daher manipulierbar in ständigem Wechsel von „Hossiana und Kreuzige“. Stilmittel sind auch stehende Bilder und Mittel des schwarzen Theaters. Die Passion als zeitlose Parabel immer noch aktuell. Der Raum, die Basilika des Bode-Museums, ist in die Inszenierung einbezogen. Die zentrale Frage bleibt: Vor 2000 Jahren hat er die Welt erlöst. Ist sie erlöst?


DIE PASSION: Am 27., 28. und 30.3.2018
Musik von Georg Friedrich Händel, Reinhard Keiser
Text nach Barthold Heinrich Brockes

Inszenierung: Dr. Roland Treiber

Christus Marlon Maia (Bariton)
Der Widersacher Tobias O. Hagge (Bass)
Das Umfeld: Sarah Papadopoulou (Sopran), Yuri Mizobuchi (Mezzosopran), Daniel Steiner (Tenor), Stephen Barchi (Bass)
Das Volk: Mozartensemble Berlin
Leitung: Theresia May


Weitere Informationen finden Sie beim Veranstalter, den Berliner Schlosskonzerten.

Veranstaltungsdaten:
27.03.2018 - 30.03.2018
16:00

Bodestraße 1-3
10178 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • (030) 2 66 42 42 42

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