Ursina Lardi in der Titelrolle, Foto: © Arno Declair

„Die Ehe der Maria Braun“ nach Fassbinders Film

Thomas Ostermeiers Inszenierung vom 13. bis 15.12. an der Schaubühne

Der Film „Die Ehe der Maria Braun“ von 1979 war der Auftakt zu Rainer Werner Fassbinders BRD-Trilogie (neben „Lola“, „Die Sehnsucht der Veronika Voss“) und bildet das Zentrum seiner Auseinandersetzung mit der Nachkriegszeit in Deutschland aus spezifisch weiblicher Sicht.

In einem Standesamt, das gerade von einer Bombe getroffen wird, heiraten während des Zweiten Weltkriegs Hermann und Maria Braun. Zwei Tage später muss Hermann wieder einrücken und kehrt auch nach Kriegsende nicht zurück. Maria wartet, schlägt sich durch, erhält die Nachricht, er sei tot. Sie lernt, wie man auf dem Schwarzmarkt tauscht, und erprobt die Liebe als eine Art Tauschgeschäft. Sie lernt die Spielregeln einer von Männern dominierten Welt, verlernt darüber aber nie, die Waffen der Frauen zu gebrauchen. Sie arbeitet in einer Bar, beginnt ein Verhältnis mit einem schwarzen GI. Eines Abends, sie will gerade mit ihm ins Bett gehen, steht plötzlich Hermann in der Tür…

Sie erschlägt den Liebhaber. Vor Gericht nimmt ihr Ehemann alle Schuld auf sich und wandert für sie ins Gefängnis. Maria klinkt sich statt seiner ein in das allgemeine Streben nach neuem Wohlstand. Für eine gemeinsame Zukunft am Tag X, dem Tag seiner zweiten Rückkehr. Sie lernt die ökonomischen Grundgesetze der BRD-Gründerjahre, wähnt sich furchtlos als souveräne Herrin einer ökonomisierten Gefühlswelt. Ein Irrtum, für den sie am Ende einen hohen Preis bezahlt.

Ursina Lardi spielt in Thomas Ostermeiers Inszenierung die Titelrolle der Maria Braun.


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Veranstaltungsdaten:
13.12.2018 - 15.12.2018
20:00

Kurfürstendamm 153
10709 Berlin [ Charlottenburg ]

Telefon

  • 030 89 00 23

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Beschreibung

[U] Adenauer Platz
Bus: M19, M29

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