Zu Gast beim 4. Berliner Herbstsalon: Die Autorin und Performance-Künstlerin Grada Kilomba. „Illusions Vol I“, 2017. Foto: © Zé De Paiva

4. Berliner Herbstsalon: De-heimatize it!

Theater, Kunst und Diskurs vom 26.10. bis 17.11. am Gorki und anderen Orten

Als Höhepunkt der Spielzeit zeigt das Gorki im Herbst 2019 zum vierten Mal den Berliner Herbstsalon mit Theater, Kunst, Performance und einem umfangreichen Diskursprogramm. Wie schon in den bisherigen Herbstsalons setzen sich internationale Künstlerinnen und Künstler kritisch mit Vorstellungen von Nation, Identität und Zugehörigkeit auseinander. Die diesjährige Ausgabe widmet sich diesen Themen aus feministisch-intersektionalen Perspektiven.

Der Blick richtet sich nicht nur auf das Zusammenwirken von verschiedenen Weisen von Unterdrückung: Internationale Künstlerinnen und Künstler aus Bereichen der darstellenden und bildenden Künste hinterfragen restaurative Vorstellungen von Zugehörigkeit und Gemeinschaft. Lustvoll, spielerisch und hintergründig erteilen sie überkommenen Anschauungen von Vaterland und Heimat eine Absage, um neue Ideen von Gemeinsamkeit jenseits tradierter Hierarchien zu erkunden.

Mehr als in den vergangenen Herbstsalon-Ausgaben stehen dieses Mal Theaterarbeiten im Fokus: Eröffnet wird das Festival von Marta Górnickas eindrucksvoller Chorarbeit „Jedem das Seine“, ein feministisches Manifest, das hochenergetisch und wortmächtig eine patriarchale Weltordnung in Frage stellt. Außerdem stehen die Uraufführung von „Oder: Du verdienst Deinen Krieg (Eight Soldiers Moonsick)“ von Sivan Ben Yishai an, inszeniert von Sasha Marianna Salzmann, die neben ihren Eigenschaften als Schriftstellerin und Gorki-Hausautorin nun auch als Regisseurin zu erleben ist.

Yael Ronen wiederum ergründet mit dem Ensemble in „Rewitching Europe“ das utopische Potential der sogenannten ‚Hexen‘. Im Rahmen des Herbstsalons findet auch die Premiere von Sibylle Bergs neuem Theaterstück „Hass-Triptychon – Wege aus der Krise“ in der Regie von Ersan Mondtag statt, das vor kurzem bei den Wiener Festwochen uraufgeführt wurde.

Als Gastspiele werden Arbeiten von Marta Malikowska, Daniel Cremer und Oliver Frljić gezeigt. Lola Arias lädt in ihrer großen Publikums-Performance „Audition for a Demonstration“ am 4. November die Berliner ein, sich an den Tag des Mauerfalls zu erinnern und Geschichte zu teilen.

Im Festivalprogramm sind weitere Arbeiten von Nora Abdel-Maksoud, Yael Ronen, Suna Gürler, Sivan Ben Yishai, Sasha Marianna Salzmann, Sibylle Berg, Lola Arias und anderen, die in den vergangenen Jahren am Maxim Gorki Theater entstanden sind.


Veranstaltungsorte:
Maxim Gorki Theater, Palais am Festungsgraben, Zeughauskino und Berliner Stadtraum

Alle weiteren Informationen und Tickets finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
26.10.2019 - 17.11.2019

Am Festungsgraben 2
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 20 22 11 15

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