Foto: © Zsu Szabo

„Das Fest“ erstmalig als Puppentheater

Über die Abgründe einer Familie - 13. bis 15.9. in der Schaubude

In der intensiven Form eines Kammerspiels bringen Thomas Vinterberg und Mogens Rukov in „Das Fest“ die brachiale Gewalt und absurde Komik von Familienkonstellationen auf den Punkt.
Erstmalig als Puppentheater wird der bekannte Stoff in einer Kooperation der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch mit der Schaubude Berlin interpretiert.

Zum 60. Geburtstag schart Patriarch Helge seine Familie um sich. Das Fest läuft seinen gewohnten Gang, bis Sohn Christian den Vater bezichtigt, ihn und seine Zwillingsschwester missbraucht zu haben. Trotz der Anschuldigungen geht die Feier weiter, entwickelt jedoch eine Dynamik, die die Abgründe der Familie Klingenfeldt-Hansen ans Licht bringt und die Situation eskalieren lässt.

In der Inszenierung von Nis Søgaard steht ein Ensemble aus Schweinen auf der Bühne und verwandelt die Geschichte zu einer Parabel über verwandtschaftliche Abhängigkeiten, familiäres Verdrängen und Verschweigen. Diese Interpretation lässt die Figuren auf dem schmalen Grat zwischen Mensch und Tier durchs Geschehen balancieren und setzt sie der brutalen Komik, ungewollten Leichtigkeit und tragischen Situation aus, der sie trotz aller Vertuschungsmechanismen nicht entkommen können.

Durch den Abend lotsen elf Studierende des Studiengangs Zeitgenössische Puppenspielkunst, die in einer Mischung aus Showmastern und Hotelpersonal das Geschehen vorantreiben, kommentieren, manipulieren und die feine Klaviatur der Eskalationsstufen genüsslich auskosten.

Der Film „Das Fest“ (original dänisch „Festen“) erschien 1998, basierend auf einer Veröffentlichung in einer dänischen Radio-Talkshow von 1996.


Karten: € 12,50, ermäßigt € 8,-.

Weitere Informationen und Tickets finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
13.09.2019 - 15.09.2019

Greifswalder Straße 81-84
10405 Berlin [ Prenzlauer Berg ]

Telefon

  • (030) 4 23 43 14

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Tram: M4

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