Die Inszenierung „Congo“ setzt sich künstlerisch-kritisch mit der Geschichte dieses Landes auseinander. Foto: © Agathe Poupeney

Congo

Aufführungen vom 4. bis 6.12. im Hebbel am Ufer

Faustin Linyekula, sonst eher für sein choreografisches Schaffen bekannt, bearbeitet mit „Congo“ die Entstehungsgeschichte dieses Landes als Theaterstück, das vom 4. bis 6. Dezember im Hebbel am Ufer zu sehen ist. Er spürt dabei der Konstruktion des Kongos nach, die auf die sogenannte Westafrika-Konferenz zurückgeht. Auf Einladung Bismarcks beschlossen im Winter 1884/85 in Berlin Delegierte der damaligen europäischen Großmächte die Aufteilung des afrikanischen Kontinents in Kolonien.

Linyekula hat für seine Arbeit einen Text des französischen Autors Éric Vuillard adaptiert, der in seinem Buch „Congo“ (2012) schreibt: „Den Kongo, den gibt es nicht. Da ist nur ein Strom und ein großer Wald. Das macht achtzig Mal Belgien, und sogar achtzig Mal nichts ergibt irgendwann etwas.“

Neben Linyekula selbst stehen die SchauspielerInnen Daddy Moanda Kamono und Pasco Losanganya auf der Bühne. Songs aus der Region sowie auf Kautschukplantagen aufgezeichnete Field Recordings bilden ein wesentliches Element der Inszenierung. Linyekulas intensive, kraftvolle Arbeiten verhandeln Erinnerungen und bekämpfen ihre Auslöschung. Sie spüren die Folgen von Jahrzehnten der Kriege und der Gewalt auf.


Französisch mit deutschen und englischen Übertiteln.

Eintritt: € 13,- bis € 17,-, ermäßigt € 10,-

Weitere Informationen und Karten finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
04.12.2019 - 06.12.2019
19:00

Stresemannstraße 29
10963 Berlin [ Kreuzberg ]

Telefon

  • Karten: (030) 25 90 04 27

Webseite

Beschreibung

U Hallesches Tor
U Möckernbrücke
Bus: M41

» Route auf Google Maps anzeigen