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Berliner Ensemble im April

Robert Wilson kollaboriert mit Herbert Grönemeyer für "Faust"

Seit über 20 Jahren übt der Zirkusdirektor Caribaldi mit seinem kleinen, nur aus Artisten bestehenden Orchester das ‘Forellenquintett’ von Schubert. Einmal in seinem Leben will er seine Besucher mit einem Konzert anstelle des üblichen Zirkusprogramms überraschen. Mit seinen Vorstellungen von Disziplin, Begabung, Präzision, Professionalität und Kunst scheint er aus der Zeit gefallen und seine Vision zum Scheitern verurteilt zu sein: Der Jongleur will ihn mit einem Engagement nach Frankreich erpressen, der Clown verpatzt seine Auftritte, der Dompteur versinkt in Melancholie und im Alkohol, seine Nichte, die Seiltänzerin, kränkelt. Ist es Komödie oder Tragödie? Claus Peymann bringt das berühmte Stück Thomas Bernhards Die Macht der Gewohnheit erstmals auf die Bühne: mit Jürgen Holtz, Peter Luppa, Norbert Stöß, Karla Sengteller, Joachim Nimtz.

Robert Wilson, der dem Berliner Ensemble mit seinen einzigartigen Inszenierungen wie ‘Lulu’, ‘Peter Pan’ und ‘Shakespeares Sonette’ umwerfende Erfolge bescherte, widmet sich in dem neuen Projekt einem Klassiker: Johann Wolfgang von Goethes Drama Faust (Faust I und II, Premiere: 22.4.). Wilson wird nicht nur Regie führen, sondern wie in seinen anderen Inszenierungen auch für das Bühnenbild und das Lichtkonzept verantwortlich sein. Herbert Grönemeyer hat die Musik komponiert – wie schon 2003 für ‘Leonce und Lena’. Seit 2007  gehört Robert Wilsons elegante Inszenierung der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht und Kurt Weill zu den Rennern des Theaters. Am 25. und 26. April ist sie wieder zu erleben.

Hervorgehobene Stücke im Text: Direktlink zur Ticketbuchung oder hier.

Veranstaltungsdaten:
31.03.2015 - 30.04.2015

Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • Karten: (030) 28 40 81 55

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Beschreibung

U+S Fried­­rich­straße
U Oranienburger Tor
Bus: 147

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