Berlinale-Palast; © Berlinale

Berlinale 2018

68. Internationale Filmfestspiele Berlin

Seit nun 68 Jahren sind die Internationalen Filmfestspiele ein kulturelles Ereignis – eines der größten Berlins. Etwa 400.000 Zuschauer können und wollen die herausragenden neuen Filme aus aller Welt sehen. Eine Jury vergibt die begehrten Bären. Ihr Präsident ist diesmal der profilierte deutsche Regisseur Tom Tykwer (‘Lola rennt’, ‘Cloud Atlas’, ‘Babylon Berlin’).

Zum Start der Berlinale am 15. Februar feiert Wes Andersons ‘Isle of Dogs – Ataris Reise’ Weltpremiere. Anderson zeigte bisher 3 Filme zur Berlinale: ‘Die Royal Tenenbaums’ (2002), ‘Die Tiefseetaucher’ (2005), ‘Grand Budapest Hotel’ (2014 – damals der Eröffnungsfilm und Gewinner des Silbernen Bären). Zum ersten Mal wird mit ‘Isle of Dogs’ ein Animationsfilm zum Festivalauftakt gezeigt. Alle Filme, die im Wettbewerb stehen, sind neu. Weltpremiere feiern u.a.: ‘Dovlatov’ (Russische Föderation, Polen, Serbien) von Alexey German Jr., ‘Eva’ (Frankreich) von Benoît Jacquot (siehe Foto), ‘Figlia mia’ (‘Daughter of Mine’, Deutschland, Italien und Schweiz) von Laura Bispuri, ‘Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot’ (D, F und CH) von Philip Gröning, ‘In den Gängen’ (D) von Thomas Stuber, ‘Twarz’ (‘Mug’, Polen) von Małgorzata Szumowska. Seine internationale Premiere feiert nach einem Start in den USA Gus Van Sants ‘Don’t Worry, He Won’t Get Far on Foot’ (ungefähr: Keine Sorge, zu Fuß wird er nicht weit kommen) nach dem Buch John Callahans. Den seit einem Unfall gelähmten schwarzhumorigen Cartoonisten und Musiker Callahan spielt Joaquin Phoenix.

Die Retrospektive der 68. Filmfestspiele stellt die Vielfalt des Weimarer Kinos ins Zentrum. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und in der Weimarer Republik entwickelte sich eine der produktivsten Phasen des Filmschaffens in Deutschland, die dessen Wahrnehmung bis heute prägt. 28 Programme mit Dokumentar-, Spiel- und Kurzfilmen aus den Jahren 1918 bis 1933 sind bei ‘Weimarer Kino – neu gesehen’ auf der großen Leinwand zu erleben. Von der schwungvollen Tonfilmoperette über witzige Komödien bis zu sozial engagierten Filmen.

In den Sonderreihen der Berlinale werden unterschiedliche Aspekte der Welt des Films in den Blickpunkt genommen. Im ‘Panorama’ geht es um Ungehorsam und ‘Body Politics’. Gegen den Machismo engagieren sich nicht nur die Filme aus Lateinamerika. Serien (die Berlinale räumt ihnen als erstes hochrangiges Filmfestival einen festen Platz ein) finden ein Zentrum im Zoo Palast. ‘Generation’ erzählt von wirklichen Märchen und märchenhaften Wirklichkeiten, stellt auf Augenhöhe jungen Zuschauern internationales Gegenwartskino vor. In den Wettbewerben Kplus und 14plus werden eigene Wirklichkeiten kreiert, die subtil Brüche der (Erwachsenen-)Realität sichtbar machen. Die Berlinale Classics präsentieren mit Ewald A. Duponts Film ‘Das alte Gesetz’ (D 1923) ein Stummfilm-Konzert-Highlight.


Berlinale 2018 – 68. Internationale Filmfestspiele Berlin: vom 15. bis zum 25.2.2018; im Berlinale-Palast am Potsdamer Platz und weiteren Spielstätten; Karten ab 12.2. an den Ticket-Countern (am Potsdamer Platz u.a.) sowie online

Weitere Infos und das Programm finden Sie ab 6.2. unter www.berlinale.de

Veranstaltungsdaten:
15.02.2018 - 25.02.2018

Marlene-Dietrich-Platz 1
10785 Berlin

Beschreibung

im Stage Theater am Potsdamer Platz

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