Michael Goldberg, Benjamin Lillie und Bernd Moss in "Drei Schwestern". Foto: Arno Declair

Anton Tschechows „Drei Schwestern“

Karin Henkels Neuinszenierung im Deutschen Theater bis 28.3.

„Ich kann mich nicht mehr erinnern. Ich weiß nur noch, dass es drei waren – drei Schwestern. Ihre Gesichter habe ich vergessen, ihre Stimmen, aber ich weiß ganz genau, dass ihr Vater, der General, drei Töchter hatte“, sagt Oberst Werschinin bei seinem Besuch im Hause der drei Schwestern. Olga, Mascha und Irina leben nach dem Tod des Vaters vor sich hin, fernab von Moskau, in der Vergessenheit eines Provinzkaffs, in dem das stationierte Militär noch das Kultivierteste ist.

Das Leben ist für sie und ihren Bruder Andrej zu einer Wiederholung geworden. Die Vergangenheit verfolgt sie und wird sie wie ein Alptraum immer weiter verfolgen. Denn Irinas Verehrer, der junge Offizier Nikolaj Tusenbach, den sie nach langem Drängen zu heiraten bereit war, hat sich erschossen, und die Erinnerung an ihn wird ihr immerzu nachgehen, so lange sie lebt. Doch Irina ist bei Weitem nicht die einzige, die sich wünscht, sie könnte ihr Leben noch einmal von vorne beginnen…

Karin Henkel stellte am 9.11.2018 ihre Version von Anton Tschechows Drama „Drei Schwestern“ am Deutschen Theater vor. Zur Besetzung gehören Felix Goeser, Michael Goldberg, Benjamin Lillie, Bernd Moss und Angela Winkler, die Schwesternrollen werden von Männern übernommen.

Beim diesjährigen Berliner Theatertreffen wurde sie für ihre herausragenden Verdienste mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet. „Die Figurenkonstellationen in ihren Arbeiten zeigen immer wieder zweifelnde Männer, die nicht wissen, wo und weshalb sie ihr Terrain eingebüßt haben, und starke Frauen, die ihrer eigenen Stärke misstrauen“, so hieß es in der Begründung der Jury. „Es gibt kaum Platz für Helden sowie Heldinnen in einer Welt, deren Gesetzmäßigkeiten so undurchschaubar sind wie die eigene Seele.“

Freuen wir uns auf ihre Sicht auf die Schwestern Irina, Mascha und Olga, die mit ihrem Bruder in der Provinz leben und sich nichts sehnlicher wünschen, als wieder nach Moskau zurückzukehren.


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Veranstaltungsdaten:
14.02.2019 - 24.04.2019

Schumannstraße 13a
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • 030 284410

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