Regisseur David Hermann inszeniert auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Xenakis’ Musiktheater ‘Oresteia’. © Pascal Buenning Photography Regisseur David Hermann inszeniert auf dem Parkdeck der Deutschen Oper Xenakis’ Musiktheater ‘Oresteia’. © Pascal Buenning Photography

Iannis Xenakis: Oresteia

Iannis Xenakis’ zur ‘Orestie’ des Aischylos komponiertes Musiktheater für Chor, Bariton und Kammerorchester Oresteia eröffnet am 9. September den Premierenreigen. Weil die Hauptbühne der Deutschen Oper wegen des Einbaus der Obermaschinerie zur Zeit nicht zur Verfügung steht, schauten sich der Regisseur David Hermann und sein Ausstatter Christof Hetzer im Umfeld des Opernhauses um und entdeckten den idealen Spielort für dieses als Open-Air-Spektakel konzipierte Werk: auf dem Deck des Parkhauses der Deutschen Oper.

Es ist eines der großen Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts, in dem Xenakis nichts Geringeres unternimmt, als die Trilogie von Aischylos zu einem Musiktheater von nur einer Stunde Dauer zu konzentrieren. Er stellt darin schlaglichtartig zentrale Fragen nach Schuld und Schuldverstrickung des Menschen, nach Ritual und Religion, nach der Mündigkeit und Eigenverantwortung des Bürgers, kurz: nach der richtigen Gesellschaftsform. Ursprünglich hervorgegangen aus der Schauspielmusik für eine Freiluftaufführung der ‘Orestie’ in einer amerikanischen Kleinstadt 1966, ergänzte der Komponist später u.a. zwei große Soloszenen, in denen jeweils ein Bariton im Wechsel von Brust- und Falsettstimme singt: die Szene der Cassandra (Michael Hofmeister) im ersten und die der Athena (Seth Carico) im letzten Teil. Die wesentliche Rolle ist dem Chor vorbehalten. Er steht exemplarisch für die Psychologie und die Dynamik großer Kollektive, um das Handeln des Volkes in Reaktion auf die Tragödien im Haus der Herrschenden zu zeigen.

Spielort: Open-Air im Parkhaus der Deutschen Oper Berlin

Veranstaltungsdaten:
09.09.2014 - 16.09.2014

Bismarckstraße 35
10627 Berlin [ Charlottenburg ]

Telefon

  • (030) 343 84 343

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