Foto: Matthias Heyde

Elektra

Neuköllner Oper

Die junge Regisseurin Julia Lwowski – an der Neuköllner Oper durch ihre Produktionen ‘Schwindel’ und ‘Macbeth’ geschätzt – hat sich in ihrer Neuinszenierung ‚Elektra‚ der Titelfigur über Hugo von Hofmannsthals Interpretation der antiken Tragödie angenommen. Mit einer reichen Bildsprache und in der musikalischen Einrichtung von Chatschatur Kanajan stellt sie die Frage des alten Generationskonflikts neu: Sind wir etwa für immer dazu verdammt, die Fehler unserer Eltern zu wiederholen?

Elektra fordert Gerechtigkeit und Rache für ihren ermordeten Vater König Agamemnon, der nach der Rückkehr aus dem Trojanischen Krieg von seiner Gemahlin Klytämnestra und deren Liebhaber Ägisth getötet wurde. Elektra vegetiert seit dieser Zeit verwildert wie ein Tier im Vorhof des Königspalastes, um das Grab ihres Vaters zu beweinen und wilde Anklage gegen ihre Mutter zu erheben. Elektra hat das Mordbeil aufbewahrt, damit ihr Bruder Orest, wenn er nach Mykene zurückgekehrt ist, ihre Mutter und sie selbst Ägisth erschlägt. Oder umgekehrt. Gleichviel: Es kommt anders, aber die Blutrache wird vollführt … Hofmannsthal verarbeitete den antiken Stoff – basierend auf der Tragödie des Sophokles – in seinem 1903 uraufgeführten Drama, 1909 folgte die Oper von Richard Strauss. Bis zum 28. März ist die Neubearbeitung des Elektra-Stoffs im Studio der Neuköllner Oper mit Thorbjörn Björnsson, Gina-Lisa Maiwald, Roman Lemberg, Ni Fan und Miako Klein zu sehen. Die Musik stammt von Christoph Willibald Gluck, Iannis Xenakis und Chatschatur Kanajan.

Karten und weitere Infos zu konkreten Spielzeiten gibt es online bei der Neuköllner Oper oder telefonisch unter 030/68 89 07 77.

Veranstaltungsdaten:
17.02.2016 - 28.03.2016

Karl-Marx-Str. 131-133
12043 Berlin

Telefon

  • 030 68 89 07 77

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U Karl-Marx-Straße
S Neukölln

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