Foto: Tish Murtha © Ella Murtha, All rights reserved

Fotografien zum Brexit

3 Ausstellungen bis 12.5. im Willy-Brandt-Haus

Der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. präsentiert vom 30. März bis 12. Mai drei Ausstellungen:

Mit der Fotoausstellung „England 78–81“ wird erstmals die in Deutschland noch unentdeckte und mit nur 56 Jahren verstorbene englische Fotografin Tish Murtha präsentiert. Sie gehört zu den wenigen Fotografinnen, die ab 1978 in der Thatcher-Ära das Leben der Kinder der englischen Arbeiterklasse dokumentierte und deren Lebensweg über mehrere Jahre verfolgte. Tish Murthas Werk beschäftigte sich vorwiegend mit der Dokumentation benachteiligter sozialer Randgruppen in Newcastle. Dabei investierte sie viel Zeit für den Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen zu ihren Protagonisten, so dass sie einen intimen Zugang zu den von ihr fotografierten Gruppen erhielt.

Für „48 Hours Blackpool“ fängt die russisch-amerikanische Berlinerin Benita Suchodrev von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang das pralle Leben auf der berühmten Promenade des Ferienorts an der Irischen See ein. Intuitiv, waghalsig, und ohne zu zögern, hält sie stets den entscheidenden Augenblick ihrer Begegnungen in Blackpool fest. Benita Suchodrev verwandelt die Straße in eine Bühne und sie macht etwas sichtbar, das die meisten von uns übersehen: das Gesicht in der Menge. Suchodrev‘s Serie ist eine Gesellschaftsstudie voller Authentizität und Poesie. Sie zeigt nur noch spärliche Reste vom einstigen Glanz des Badeortes, der Anfang des 19. Jahrhunderts die wohlhabenden Briten angezogen hat. Und doch liegt über den Fotos ein Hauch von Nostalgie, die Sehnsucht, wenigstens für ein paar Stunden in schönen Erinnerungen zu schwelgen.

Foto: © Benita Suchodrev

Mit der Gruppenausstellung „Distant Island – Fotografien zum Brexit“ präsentieren acht Fotograf*innen und Absolvent*innen der Berliner Ostkreuzschule auf vielseitige und eigenwillige Weise ihre Sicht auf die abstrakte politische Begebenheit des Brexit. Die Bilder aus dem Jahr 2017 nähern sich thematisch dem Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union an. Mit Arbeiten von: Sebastian Wells, Uli Kaufmann, Bastian Thiery, Anna Szkoda, Linus Müllerschön, Lars Bösch, Miguel Brusch und Annemie Martin.

Lars Bösch betrachtet nüchtern und basierend auf Zahlen von der EU geförderte Bauprojekte in Manchester. Foto: © Lars Bösch


Geöffnet: Dienstag bis Sonntag und am 22.4., 12 bis 18 Uhr, am 19.4. und 1.5. geschlossen.
Eintritt ist frei, ein Ausweis erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Veranstaltungsdaten:
30.03.2019 - 12.05.2019

Stresemannstraße 28
10963 Berlin

Telefon

  • 030 25 99 37 87

Webseite

Beschreibung

U Hallesches Tor

Di. bis So. 12-18 Uhr
Ausweis erforderlich

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