© Dieter Engler

25 Jahre Kunsthaus ACUD

Filme, DJs, Workshops, Performances, Konzerte

Über das Haus

Eines der letzten noch existierenden Kunsthäuser aus der Wendezeit feiert sein Jubiläum. Als im Kunsthaus ACUD im Dezember 1991 der erste Film gezeigt wurde, befand sich Berlin-Mitte in einer Phase des Aufbruchs, um die sich heute viele Mythen ranken. Nach dem Fall der Mauer wurden die freigewordenen Räume von jungen Menschen übernommen, die in ihnen neue Lebens- und Kulturmodelle erprobten. So auch der alternative Kunstverein ACUD e.V., der die leerstehende Veteranenstraße 21 übernahm und dort Kino, Galerie, Theater, Club und Ateliers einrichtete, um fortan zahlreichen Künstler*Innen einen Arbeits- und Auftrittsort zu bieten.

2001 konnte das Haus durch eine aktive Kampagne des Vereins gemeinsam mit der Bezirkspolitik vor dem Vorkauf an profitorientierte Investor*Innen bewahrt werden. Mithilfe von Fördermitteln wurde das Kunsthaus saniert und als soziokulturelles Zentrum ausgebaut. Als die Sanierung jedoch teurer wurde als geplant und finanzielle Mittel vom Senat gestrichen wurden, musste der Verein Insolvenz anmelden. Durch eine private Initiative konnte das Haus dank eines Kredits der GLS-Bank nach langwierigen Verhandlungen gerettet und langfristig gesichert werden. Seitdem betreibt die Initiative ACUD MACHT NEU die Räume und arbeitet gemeinsam mit dem Verein daran, neue Akzente in der Entwicklung des Bezirks zu setzen und das Haus wieder als Freiraum für junge, experimentelle Kunst zu etablieren.

In den vergangenen zweieinhalb Jahren ist es gelungen, mit einem interdisziplinären Programm dem Kunsthaus neue Strahlkraft zu verleihen und das Haus weit über die Grenzen des Bezirks bekannt zu machen. Neben dem Theater- und Kinoprogramm wurde ein neuer Schwerpunkt geschaffen, der die Grenzen zwischen den Formaten Musik, Performance, Kunst und Diskurs öffnet. Neben den Veranstaltungsorten gibt es noch Raum für zahlreiche Akteur*Innen aus dem Kulturbereich, die ihre Werkstätten und Büros im Haus bezogen haben.

Das Ziel ist, eine lebendige, offene Gemeinschaft von Kulturschaffenden und -interessierten zu ermöglichen und damit auch ein Zeichen gegen die Logik der maximalen kommerziellen Verwertung und Homogenisierung zu setzen, die gerade auch in Berlin-Mitte dazu führt, dass Lebendigkeit und Partizipation durch reine Repräsentation ersetzt werden und die Stadt zur Kulisse des Profitdenkens degeneriert. Die Heterogenität der Akteur*Innen und Besucher*Innen wird als Qualität gesehen, die das Potenzial bietet, neue Modelle und Möglichkeiten einer urbanen Gemeinschaft und Kulturproduktion zu entwickeln und zu erproben.

Hausfest

An dem Jubiläum am 8. Oktober 2016 werden sich ab 14 Uhr alle Projekte und Mieter*Innen des Hauses beteiligen. Am Nachmittag wird ein Programm mit Kinderkino, Bastelworkshops, Theater, Performances und Konzerten präsentiert. Am Abend wird dann eine große Party stattfinden. Teilnehmen werden Künstler*Innen von damals und heute. Link zum FB-Event

Das Gesamtprogramm zum Fest: acudmachtneu.de/events/722/25-jahre-acud

Veranstaltungsdaten:
08.10.2016
14:00

Veteranenstraße 21
10119 Berlin [ Mitte ]

Email Adresse

Webseite

Beschreibung

U Rosenthaler Platz

» Route auf Google Maps anzeigen