Yugen Blakrok gilt als Queen des alternativen Rap Südafrikas und wird bei der Eröffnungsgala „Weltklang“ zu erleben sein. Foto: © Christopher Terhart

20. poesiefestival berlin

Endlich Zeit für Sprache – vom 14. bis 20.6. in der Akademie der Künste

Vom 14. bis 20. Juni präsentiert das internationale Festival unter der Mitwirkung von 150 KünstlerInnen aus 25 Ländern Poesie in unterschiedlichsten Formen und in Verbindung mit Kunst, Theater, Performance, Musik, Film und digitalen Medien.

Das diesjährige Motto lautet „Endlich Zeit für Sprache“. Sprache schafft Realitäten, Worten folgen Taten. Daher ist es nicht hinzunehmen, dass Hass, Diskriminierendes und verdrehte Fakten in unserer Sprache raumgreifend Platz nehmen. Zarathustras Dreisatz – „gute Gedanken, gute Worte, gute Taten“ – hat weiterhin Gültigkeit.

Sprechen und Schreiben beginnen mit dem Gedanken, der Kreation, der poésis. Die Kunstform der Sprache ist die Lyrik. Ihr Genauigkeitsanspruch verwandelt Verstehen in Sprache. Wir als Lesende und Hörende von Gedichten sind ein Teil dieser Weltaneignung, wir erleben, wie die Lyrik sprachliche Räume für kritisches und freies Denken offen hält.


Highlights des Programms:

Das 20. poesiefestival berlin beginnt am 14. Juni im Studio der Akademie der Künste am Hanseatenweg mit der vielstimmigen Eröffnungsgala „Weltklang – Nacht der Poesie“. Es lesen, singen und performen DichterInnen aus allen Teilen der Welt in sieben Muttersprachen. Sie zeigen den Reichtum der Gegenwartslyrik, ihre inhaltliche Vielfalt, Ansätze und Stile.

Am 16. Juni diskutiert ein Forum u.a. mit Giorgio Agamben über Diskursvergiftung, Vertrauensverlust und poetischen Widerstand. Die Ausstellung „Aubergine mit Scheibenwischer“ präsentiert erstmals umfänglich Oskar Pastiors „Zeichengebilde“, die mit seinem dichterischen Werk korrespondieren. Poesiegespräche u.a. mit Keston Sutherland, der eigens Gedichte für die Veranstaltung schreibt, geben Einblicke in poetisch vielgestaltige Werkstätten. Der Dichter Sergio Raimondi – er gilt als Erneuerer der argentinischen Poesie – hält am 16. Juni die Berliner Rede zur Poesie.

Das Festival wirft einen Blick auf die Dichtkunst der USA. Zwei Veranstaltungen widmen sich dem queeren Schreiben nach Stonewall vor 50 Jahren. Aus Anlass des 200. Geburtstags Walt Whitmans erlebt sein Langgedicht „Grasblätter“ am 19.6. eine Inszenierung mit Musik.

Auf dem Lyrikmarkt präsentieren am Eröffnungswochenende des Festivals fast 40 Verlage und Zeitschriften ihre Publikationen, flankiert von Lesungen und einem Programm für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.


Eintritt: ab € 3,-, Festivalpass: € 40,- bis € 60,-.

Das vollständige Programm finden Sie hier. Karten finden Sie in unserem Ticketshop.

Veranstaltungsdaten:
14.06.2019 - 20.06.2019

Hanseatenweg 10
10557 Berlin [ Tiergarten ]

Telefon

  • (030) 2 00 57-2000

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Beschreibung

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Bus: 106

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