Grada Kilomba, ILLUSIONS Vol. II, OEDIPUS, 2018, 2-Kanal-Video, Farbe, Ton, 32′, Installationsansicht, KW Institute for Contemporary Art, Berlin, Courtesy Grada Kilomba; Goodman Gallery, Johannesburg/Cape Town, Foto: Timo Ohler

10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst

We Don't Need Another Hero

Mit dem Titel „We Don’t Need Another Hero“ versteht sich die 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst als Dialog mit Künstler*innen und anderen Beitragenden. Die Beteiligten setzen sich mit den anhaltenden Ängsten und Sorgen in unserer heutigen Zeit auseinander – Ängste, die durch die Missachtung komplexer Subjektivitäten vervielfacht werden – und denken und handeln in ihrer Auseinandersetzung über den Kunstkontext hinaus. Ausgehend von Europa, Deutschland und Berlin als einer Stadt, die mit der Welt im Dialog steht, stellt sich die Berlin Biennale dem aktuell weitverbreiteten Zustand einer kollektiven Psychose.

Mit dem Verweis auf Tina Turners Song „We Don’t Need Another Hero“ aus dem Jahr 1985 nimmt die Berlin Biennale Bezug auf eine Zeit unmittelbar vor großen geopolitischen Verschiebungen, die mit Regimewechseln und neuen historischen Protagonist*innen einhergingen. Die 10. Berlin Biennale bietet jedoch keine kohärente Interpretation von Geschichte(n) oder Gegenwart. Wie der Song lehnt sie die Sehnsucht nach einer Heldenfigur ab. Demgegenüber erkundet die Biennale das politische Potenzial von Strategien der Selbsterhaltung. Dabei verweigert sie sich jedoch starren Wissenssystemen und standardisierten historischen Narrativen, die zur Entstehung toxischer subjektiver Sichtweisen beitragen. Stattdessen interessiert sie sich für alternative Konfigurationen von Wissen und Macht, die Widersprüche und Komplikationen zulassen.

Die 10. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst findet in vier permanenten Ausstellungsorten statt: Akademie der Künste am Hanseatenweg, KW Institute for Contemporary Art, Volksbühne Pavillon und ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik. In Koproduktion mit dem HAU Hebbel am Ufer finden im HAU2 zwei Performances und eine temporäre Ausstellung statt. Veranstaltungen im Rahmen des öffentlichen Programms „I’m Not Who You Think I’m Not“ finden an diesen sowie an verschiedenen weiteren Orten in Berlin statt. Die Ausstellungsorte sind nicht nur aufgrund ihrer historischen Bedeutung, sondern auch aufgrund dessen, was sie heute repräsentieren, ausgewählt worden. Mit diesen miteinander verbundenen zeitlichen Ebenen begibt sich die 10. Berlin Biennale in Konversation. Die eingeladenen Künstler*innen schlagen eine Neuverhandlung der an diesen Orten produzierten Systeme des Austauschs vor. Ihre Arbeiten erweitern die Möglichkeiten eines solchen Austauschs durch eigene Ansätze und Überlegungen.


Öffnungszeiten:
Mi.-Mo. 11-19 Uhr, Do. 11-21 Uhr, Di. geschlossen

Eintritt für alle Veranstaltungsorte:
€ 16,-, ermäßigt € 10,-

HAU Hebbel am Ufer (HAU2):
Ausstellung vom 9.-10.6. und 13.-16.6.2018, 17-22 Uhr
Performances am 15. und 16.6.2018, 20 Uhr (separates Veranstaltungsticket benötigt)

Alle weiteren Informationen unter: www.berlinbiennale.de

Veranstaltungsdaten:
09.06.2018 - 09.09.2018

Hanseatenweg 10
10557 Berlin

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  • 030 2 00 57 20 00

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S Bellevue
Bus: 106

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Auguststraße 69
10117 Berlin [ Mitte ]

Telefon

  • (030) 2 43 45 90

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S Hackescher Markt
S Oranienburger Straße
U Rosenthaler Platz
U Weinmeisterstraße
U Oranienburger Tor

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Rosa-Luxemburg-Platz
10178 Berlin [ Mitte ]

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  • 030-24 06 57 77

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U Rosa-Luxemburg-Platz

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Siemensstraße 27
10551 Berlin

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U Birkenstr.
S Beusselstr.

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Hallesches Ufer 32
10963 Berlin

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  • 030-25 90 04 27 (Theaterkasse)

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U Hallesches Tor
U Möckernbrücke
Bus: M41

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