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Warten auf Godot

Auswahl der Stücke im Deutschen Theater Berlin

Lange Zeit hatten sie einen gemeinsamen Traum. Der Regisseur Dimiter Gotscheff und seine Lieblingsschauspieler Samuel Finzi und Wolfram Koch wollten Samuel Becketts Stück Warten auf Godot auf die Bühne bringen. Bei den Vorarbeiten verstarb der Regisseur, doch seinen Traum realisierten seine Schauspieler ein Jahr später als liebevolle Hommage. Die Regie übernahm Ivan Panteleev. Nun ist diese großartige, clowneske Inszenierung mit dem fulminanten Landstreicher-Duo Wladimir (Finzi) und Estragon (Koch) sowie dem nicht minder komischen Paar Lucky und Pozzo alias Andreas Döhler und Christian Grashof im Deutschen Theater zu erleben.

Ebenfalls auf dem Spielplan steht Jan Bosses Bühnenadaption des Films Herbstsonate von Ingmar Bergman in Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart. Die gefeierte Pianistin Charlotte bemüht sich nach langer Trennung um die Versöhnung mit Eva, ihrer Tochter. Sie besucht diese in ihrem Haus auf dem Land, im dem sie zusammen mit ihrem Mann lebt. Als sie mit Eva beim Klavierspiel in Streit über die Interpretation einer Chopin-Sonate gerät und so ihre Tochter erneut durch ihre herablassende Art verletzt, beginnt das Eis, das ihre Gefühle umgibt, zu brechen … In den Kammerspielen wird unter der Regie von Alize Zandwijk, der Intendantin des Ro Theaters in Amsterdam, ein neues Stück von Dea Loher präsentiert. In Gaunerstück erzählt sie eine Geschichte zwischen sozialer Tristesse, Lebensbejahung, Tod und krimineller Unbedenklichkeit.