Katharine Hepburn am Set der romantischen Komödie ‘Sylvia Scarlett’ in der Regie von George Cukor (USA 1935). Quelle: Collection Isabelle Champion, Paris Katharine Hepburn am Set der romantischen Komödie ‘Sylvia Scarlett’ in der Regie von George Cukor (USA 1935). Quelle: Collection Isabelle Champion, Paris

Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin

Im 17. Jahrhundert, in der Zeit der ersten Opern, hätte man ihn einen Dilettanten, Liebhaber der Künste, genannt: Filippo Sanjust (1925 bis 1992) schuf nicht zum Gelderwerb seine Drehbücher, Bühnenbilder, Kostüme, Inszenierungen – denn das hatte Sanjust als Mitglied des italienischen Hochadels gar nicht nötig -, sondern aus Leidenschaft. An der Deutschen Oper kreierte er sein erstes Bühnenbild 1965 für Henzes ‘Der junge Lord’. Die von ihm 1969 ausgestattete ‘Tosca’ ist noch heute im Repertoire.

Mit Rossinis ‘La Cenerentola’ führte Sanjust 1969 erstmals Regie an der Deutschen Oper. Anders als in Deutschland, wo jedes Theater seine eigenen Werkstätten hat, erhielt sich in seiner Heimat das System privatwirtschaftlich geführter Dekorationswerkstätten. Auf seinen Streifzügen durch die Bühnenbauszene Roms entdeckte Sanjust in der Firma seines Kollegen Camillo Parravicini Originaldekorationen aus der Entstehungszeit von ‘La Gioconda’. Zwar waren die Kostüme nicht mehr zu finden, die Entwurfsskizzen aber gut erhalten. So konnte sich Filippo Sanjust 1974 mit seiner Inszenierung der Oper an die Rekonstruktion der Uraufführung machen. Die Premiere unter der musikalischen Leitung Giuseppe Patanés an der Deutschen Oper war eine Sensation.

Seit vierzig Jahren ist La Gioconda von Amilcare Ponchielli (1834 bis 1886) im Repertoire der Deutschen Oper Berlin und wird immer wieder gezeigt. Zum Jubiläum sind in den Hauptpartien Hui He, Marianne Cornetti, Marcelo Álvarez und Lado Ataneli zu erleben. Jesús López Cobos wird die Aufführungen am 2. und 6. Februar dirigieren.

 

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10627 Berlin [ Charlottenburg ]

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